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Ev. Kirche Heeren-Werve Die Anfänge der denkmalgeschützten Dorfkirche liegen im 14. Jahrhundert. Besonders auffällig sind die „Heerener Giganten“, zwei Skulpturen im Seitenschiff, die der hiesige Künstler Dietrich Worbs aus wuchtigen Baumstämmen gestaltet hat („Familie in Gottes Hand“ sowie sieben biblische Szenen in einem Stamm). Von der bewegten Geschichte der Kirche erzählen u. a. die Totenschilder der Kirchenpatrone (bis 1950 Patronatskirche der Grafen von der Recke bzw. von Plettenberg), die Kopfkonsolen als Gewölbestützen sowie das bis heute einwandfrei funktionierende Uhrwerk der Kirchturmuhr von 1910. Sehenswert sind auch die Chorraumfenster mit Motiven aus der Weihnachts-, Oster- und Pfingstgeschichten. Musikinteressierte mögen sich an der Walcker-Orgel erfreuen, die vom weltberühmten Organisten Wilhelm Middelschulte und seiner Familie 1910 gestiftet wurde.

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04. Juni 2021

Mehr Nähe zu Patienten im Krankenhaus

Pfarrerin Christine Bicker (l.) feierte an Pfingsten ihren letzten Krankenhaus-Gottesdienst. Sie geht in den Ruhestand. Zuvor hat sie mit Pfarrerin Kerstin Duchow (r.) am neuen Gottesdienst-Modell gearbeitet.

Neues Gottesdienst-Modell und ein Abschied

Evangelische Gottesdienste in den Krankenhäusern haben Tradition. So wurden auch in Unna, im ehemaligen Katharinen-Hospital und im Evangelischen Krankenhaus – dem heutigen Christlichen Klinikum Unna Mitte und West, sonntäglich Gottesdienste in den Krankenhauskapellen angeboten. Doch die Zeiten haben sich geändert, nicht nur aufgrund der Pandemie. Mit einem neuen Gottesdienst-Modell will man jetzt „näher am Patienten“ sein und die persönliche Segnung und Salbung in den Vordergrund stellen. Der zunächst letzte Gottesdienst in alter Form war für Pfarrerin Christine Bicker auch ihr letzter, sie geht im Sommer in den Ruhestand.

„Ab Juli wird es mittwochs um 16 Uhr im Wechsel in beiden Unnaer Krankenhäusern Gottesdienste mit Segnung und Salbung geben“, wie Pfarrerin Kerstin Duchow erzählt. Der wird dann im Wechsel evangelisch und katholisch von Kerstin Duchow und dem kath. Pastor Marc Stücker gestaltet. Diese Gottesdienste seien dann für PatientInnen der Häuser offen, grundsätzlich aber auch für die Öffentlichkeit, wenn es die Corona-Schutzmaßnahmen wieder zulassen. „Zurzeit gibt es noch keine Öffnung für Krankenhausgäste und Öffentlichkeit“, berichtet Duchow. Generell werden alle Gottesdienste aus der Kapelle auf die Patientenzimmer übertragen. Auf Anfrage kommen die Geistlichen im Anschluss an den jeweiligen Gottesdienst auf die Stationen und segnen/salben PatientInnen auf ihren Zimmern. „Damit wollen wir näher am Patienten, an der Patientinnen sein, dies ist der Grundgedanke des neuen Konzepts“, verrät die Pfarrerin.

Veränderte Nutung der Gottesdienste

Zuletzt hatten die Krankenhaus-Gottesdienste recht wenig Besuchende. Und das lag nicht nur an Corona. Kerstin Duchow vermutet, dass es auch an den verkürzten Liegezeiten im Krankenhaus liege. So würden vor dem Wochenende mobile PatientInnen häufig entlassen. Die verbleibenden hätten Schwierigkeiten, selbstständig in die Kapelle zu kommen, und insgesamt nehme die Bindung an Gottesdienstbesuchen auch ab. Auch den digitalen Medien will man sich zukünftig öffnen und ab Juli Online-Andachten anbieten. Über den Youtube-Kanal des Hospitalverbundes sollen dann Andachten und Gottesdienste beider Konfessionen abrufbar sein.

Abschied von Christian Bicker

So wurde Pfingstsonntag zum letzten Mal an einem Sonntagmorgen in beiden Krankenhäusern in Unna ein evangelischer Gottesdienst gefeiert. Dies waren gleichzeitig auch die letzten Krankenhaus-Gottesdienste für Pfarrerin Christine Bicker, die nach 24 Dienstjahren in der Krankenhausseelsorge zum 1. August in den Ruhestand geht. Ihre Verabschiedung wird am 1. Juli in kleiner Runde in der Kapelle des Christlichen Klinikums Unna Mitte gefeiert.