24.07.2026
Klimaschutzkonzept gibt Richtung vor
Es ist ein ambitioniertes Ziel: der Evangelische Kirchenkreis Unna hat sich entschlossen bis 2045 treibhausgasneutral zu werden. Dann soll der Ausstoß von Treibhausgasen auf ein Minimum reduziert und die verbleibenden Emissionen vollständig ausgeglichen werden. Wie das gelingen kann, dafür hat der Kirchenkreis nun das „Integrierte Klimaschutzkonzept“ erstellt.
„Klimaschutz verlangt Mut, Ausdauer und einen offenen Blick für Veränderung“, so leitet Superintendent Dr. Karsten Schneider das 160seitige Konzept ein. Es geht darum, „aufzubrechen zu einer glaubwürdigen, nachhaltigen und generationengerechten Kirche.“ Daher werden im Konzept insbesondere die Maßnahmen beschrieben, die in den nächsten Jahren eine direkte Treibhausgas-Emission verringern. Ein erster Schritt ist bis 2035 eine Reduktion der Emissionen um 90 Prozent im Vergleich zu 2023. Besonders bauliche Maßnahmen werden helfen, das Ziel zu erreichen. Aktuell erhält beispielsweise die Margaretenkirche in Kamen-Methler eine Wärmepumpe, die die alte Ölheizung ersetzt. Auch PV-Anlagen auf kirchlichen Gebäuden können den Klimaschutz vorantreiben. Erste Absprachen und Gespräche sind dafür angelaufen. „Aber auch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit zum Thema gehört zu dem durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit geförderten Konzept“, beschreibt Katrin Mertens, Klimaschutzmanagerin des Ev. Kirchenkreises Unna. So ist zum Klimaschutzkonzept auch ein handlicher Flyer erschienen, der das Leitbild, die Ziele und Themen fokussiert. In Arbeit ist zudem eine Kurzversion zum Konzept. Das Konzept und weitere Informationen rund um die den Klimaschutz im Kirchenkreis finden sich hier.
"Glänzende Aussichten" zeigt Karikaturen
Auch die im September in der Ev. Stadtkirche Unna zu sehende Ausstellung „Glänzende Aussichten“ gehört zum Gesamtkonzept. Sie wirft mit fast 100 Karikaturen einen humoristischen Blick auf die Herausforderungen unserer Zeit. Zusammengestellt hat die Karikaturen das Missionswerk Misereor. Zu sehen ist die Ausstellung vom 13. bis 30. September in der Ev. Stadtkirche in Unna, die am 13. September mit einem Gottesdienst um 11 Uhr eröffnet wird. Eingebunden ist eine Aufführung aus den „Klimamonologen“, einem dokumentarischen Theaterstück von Michael Ruf. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit die Ausstellung zu besuchen und dabei einige Mitmach-Aktionen auszuprobieren.
Öffnungszeiten der Ausstellung: di-fr 10-17 Uhr und sa 10-14 Uhr; der Eintritt ist frei.
Erst der Anfang
Die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes ist zwar ein wichtiger Schritt, markiert aber erst den Anfang der eigentlichen Arbeit. Damit dies gelingt, dafür ist Katrin Mertens auch weiterhin zuständig. In Zusammenarbeit mit dem Klimabeirat des Kirchenkreises, den Assessorin Anja Josefowitz leitet, werden die weiteren Aktionen und Maßnahmen geplant und umgesetzt. "Denn das Konzept selbst verändert nichts, die eigentlichen Anstrengungen liegen noch vor uns", weiß Josefowitz.
(ds/sd)