23.07.2026

222 Einsätze für Ehrenamtliche

Neun Personen beim Gruppenbild, einige halten eine Broschüre mit dem Logo der Notfallseelsorge, andere tragen so gekennzeichnete Uniformen
Landrat Mario Löhr, Dezernent Holger Gutzeit, stv. Kreisbrandmeister a.d. Jörg Sommer, Notfallseelsorgerin Mariele Ehmanns, Polizeidirektor Leonard Sostmann, Kreisbrandmeister René Wauro, Pfarrer Ingo Janzen und Notfallseelsorger Peter Zimmer (v.l.) bei der Übergabe des Jahresberichts 2025 der Notfallseelsorge im Kreis Unna. Foto: Max Rolke - Kreis Unna

Die Notfallseelsorge im Kreis Unna berichtet Landrat Mario Löhr von einer hohen Zahl an Einsätzen im vergangenen Jahr. 

Die Notfallseelsorge im Kreis Unna ist im Jahr 2025 so häufig wie noch nie zuvor alarmiert worden. Insgesamt 222 Einsätze verzeichnet das Team um Pfarrer und Koordinator Ingo Janzen im Jahresbericht. Das sind 70 Einsätze mehr als im Vorjahr. Die Zahlen stellte die Notfallseelsorge nun ihrem Schirmherrn und Landrat Mario Löhr vor. Der Kreis Unna unterstützt die Arbeit des ökumenischen Teams von Seelsorgerinnen und Seelsorgern der christlichen Kirchen im Kreis Unna weiterhin. Insgesamt engagieren sich inzwischen 36 Personen ehrenamtlich in der Notfallseelsorge. Pfarrer Ingo Janzen koordiniert die Einsätze im gesamten Kreisgebiet und kümmert sich um die Begleitung der Ehrenamtlichen. 

Das Team der Notfallseelsorge begleitet Menschen in absoluten Ausnahmesituationen: Angehörige nach dem Erhalt einer Todesnachricht, Menschen nach erfolglosen Wiederbelebungsversuchen, Eltern bei Kindernotfällen und plötzlichem Kindstod sowie Betroffene nach Suizidversuchen. Auch Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten werden nach besonders belastenden Erlebnissen unterstützt.

Von den 222 Einsätzen fanden 186 im privaten Umfeld und 36 im öffentlichen Bereich statt. Besonders häufig wurde die Notfallseelsorge zur Überbringung von Todesnachrichten gerufen. Mit 47 Einsätzen hat sich diese Zahl im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Weitere häufige Einsatzanlässe waren Begleitungen nach Suizidversuchen (30 Einsätze), Schuleinsätze (sechs Einsätze), Gewalttaten (vier Einsätze) sowie zwei Einsätze nach plötzlichem Kindstod.

„Die steigenden Einsatzzahlen zeigen, wie wichtig die Arbeit der Notfallseelsorge im Kreis Unna ist. Gerade in Situationen, in denen Menschen mit schweren Schicksalsschlägen konfrontiert werden, braucht es Unterstützung, Ruhe und ein offenes Ohr“, sagt Landrat Mario Löhr.

Link zur -> Notfallseelsorge