Synode
Die Kreissynode des Kirchenkreises Unna
Zweimal jährlich, meist im Juni und im November, versammelt sich die Kreissynode des Kirchenkreises Unna zu ihren Beratungen. Die Kreissynode ist das Leitungsgremium des Kirchenkreises. Sie wird von der Superintendentin einberufen und geleitet. Sie umfasst knapp 130 Personen, darunter von den Presbyterien entsandte Mitglieder, berufene Mitglieder und die Pfarrerinnen und Pfarrer des Kirchenkreises. Ihre Aufgaben sind in den Paragrafen 86 - 105 der Kirchenordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen beschrieben.
Herbstsynode 2011
Die Kreissynode fand am 21. November im Evangelischen Gemeindehaus Holzwickede-Opherdicke statt.
Wesentliches Thema war die Verabschiedung des Haushaltes, Verwaltungsleiter Thomas Sauerwein erläuterte dazu:
8,26 Mio Euro Kirchensteuermittel stehen im nächsten Jahr zur Verteilung. Davon erhalten die Gemeinden alleine 3,5 Mio. "Wir haben Zuweisungen an die Gemeinden von 36 auf 37 Euro je Mitglied angehoben. So gleichen wir aus, was den Gemeinden durch die demographische Entwicklung fehlen würde." erläutert Verwaltungsleiter Thomas Sauerwein in seiner Rede zum Haushalt.
Weitere 2,8 Mio werden für die Pfarrbesoldung aufgewendet. Insgesamt 80% der Mittel sind somit für die Arbeit der Gemeinden vorgesehen, nimmt man die Mittel für Jugendarbeit und Kindergärten noch hinzu.
Für die nächsten Jahre ist wohl mit stabilen Einnahmen zu rechnen, aber bei steigenden Kosten - am Ende bleibt daher weniger Spielraum für die einzelne Gemeinde. Daher legt Sauerwein auch neben der Einführung eines neuen Finanzsystems (NKF) in den nächsten Jahren den Schwerpunkt auf ein entsprechendes Gebäudemanagement: "Neben der Problematik der Demographie müssen wir uns auch der Aufgaben stellen, die zu einer weiterhin dauerhaften Finanzierbarkeit von Personalkosten und des Gebäudebestandes führen."
Bericht der Superintendentin Muhr-Nelson
Vor siebeneinhalb Jahren hat Annette Muhr-Nelson ihr Amt als Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises begonnen. In einem halben Jahr stellt sie sich der Wiederwahl, nachdem die Synode sie am Montag auf ihrer Kreissynode in Holzwickede-Opherdicke für die Zeit von April bis Juni sozusagen nachgewählt hatte. Das war nötig, weil ihre Amtszeit als Nachfolgerin von Alfred Buß begann, der Präses der Ev. Kirche von Westfalen wurde. Turnusgemäß findet die Wahl nun im Sommer statt.
Ihren Bericht nahm Muhr-Nelson zum Anlass, auf diese Zeit zurück zu schauen: in dieser Zeit hat der Kirchenkreis eine Konzeption erarbeitet, hat Richtlinien zur Pfarrstellenplanung erarbeitet und Gemeinden besucht und einige Vereinigungen von Gemeinden begleitet. Eine neue Ordnung der Kinder- und Jugendarbeit, Kindergartenwerk und neue Wege zu den Menschen hin wie mit der "Nacht der Offenen Kirchen", dass alles zeugt von einer Vielfalt und großen Bandbreite: "Je länger ich hier arbeite, desto mehr weiß ich zu schätzen, was ich an Ihnen allen habe: wunderbare engagierte Menschen!" bedankt sie sich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
"Es geht aber nicht um die Menschen im Einzelnen, sondern um die Kirche als Institution". So seien es gerade die Umgestaltungen die Herausforderungen der letzten Jahre gewesen, und sie würden es auch in den nächsten Jahren bleiben. "Da wird vieles entstehen, was wir vielleicht so in der Kirche noch nie gehabt haben. Gott macht es Spaß, uns mit dem Fremden zu konfrontieren. Lassen wir uns darauf ein."
Die Synode bestärkt Muhr-Nelson, auch im Sommer wieder zu kandidieren: sie wurde für den Zwischenraum bis zur richtigen Wahl bestätigt.
Der mündliche Bericht der Superintendentin hier



