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Paul-Gerhardt-Kirche Bereits im Jahr 1964 war der Wunsch nach einer eigenen Kirche groß, ein Kirchbauverein sammelte fleißig und in der ersten Sitzung des Presbyteriums dieser Gemeinde wird beschlossen, eine eigene Kirche zu bauen: Im Herbst 1968 kamen die ersten Bagger, am 26.4.1970 wurde Kirchweihfest gefeiert. Die Kirche wurde auch als Garnisonskirche für die nahe liegende Glück-auf-Kaserne erbaut. Im Kirchenraum fällt zuerst der komplett aus Sandstein gefertigte Innenraum auf. Der Architekt Werner Johannsen hat einen quadratischen Grundriss gewählt. Eingangsportal, Kreuz, Altar und Taufbecken wurden von dem Bildhauer Heinz Heiber aus Nürnberg gestaltet. Besonderer Blickfang ist hier das Kreuz, dass mit 4 Metern Höhe zentraler Ort in Chorraum ist. Beleuchtet wird die Kirche durch die Kirchenfenster vom Bremer Glasmaler Heinz Lilienthal. In jede Himmelsrichtung ist ein großes Fenster vom Boden bis zum Dach, so dass zu jeder Tageszeit Sonnenlicht in bunten Farben in die Kirche fällt.

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Archiv

27. Juni 2019

Konzepte für die Zukunft

Im Kamener Gemeindehaus tagte die Synode des Evangelischen Kirchenkreises zum Thema „Kirche in der Zuwanderungsgesellschaft“.

Kreissynode berät Migration und Mobilität

Auf der Sommersynode des Evangelischen Kirchenkreises Unna beschäftigte sich das Kirchenparlament am 25. und 26. Juni mit dem Thema „Kirche in der Zuwanderungsgesellschaft“. Die Chancen und Herausforderungen für die kirchliche Arbeit herauszufinden, das war Ziel der Diskussion im Gemeindehaus Kamen.

In seiner Predigt im Eröffnungsgottesdienst am Vorabend in der Auferstehungskirche Bergkamen erinnerte Pfarrer Volker Jeck an die vielen Ehrenamtlichen, die sich in den letzten Jahren in der Flüchtlingsarbeit engagiert haben: „Wegen euch können wir am Ende sagen: wir haben es geschafft.“ Beim anschließenden Empfang stellte die Sozialdezernentin Bergkamens Christine Busch in ihrem Grußwort fest, dass es wohl keinen besseren Ort für einen Synodenauftakt mit diesem Thema gäbe, als diesen: „Hier in Weddinghofen wurde großes geleistet, auch wir als Stadt Bergkamen sind dafür unendlich dankbar.“ Denn gleich in der Nachbarschaft war die Erstaufnahmeeinrichtung Bergkamens in Form einer Zeltstadt mit reichlich Unterstützung der Kirchengemeinde entstanden. Im Podiumsgespräch erinnerte Ksenja Sakelsek, Vorsitzende des Integrationsrates der Kreisstadt Unna daran, dass es immer wieder Situationen gäbe, in denen Interessen von Menschen mit Migrationshintergrund nicht selbstverständlich in politische Diskussionen einzögen, das sei weiterhin verbesserungsfähig.

Podium und Workshops

In acht Themengruppen erarbeiteten die Synodalen konkrete Vorschläge für eine Kirche, die achtsam und bewusst auf die sich in der Zuwanderungsgesellschaft ergebenden Fragen reagiert. Darunter die Aufforderung, Räume für den Austausch und für Begegnung zu schaffen und Partnerschaftsarbeit, sowohl international wie auf örtlicher ökumenischer Basis, zu unterstützen.

In seinem Bericht blickte Superintendent Hans-Martin Böcker auch schon ein wenig zurück. Drei Visionen seien in der Vergangenheit wahr geworden. Da sei die Zusammenlegung der beiden Krankenhäuser in Unna zuerst zu nennen. Das „Christliche Klinikum Unna“ sei ihm eine Herzensangelegenheit. Genauso die Weiterentwicklung des betrieblichen Gesundheitsmanagements, das für förderliche Arbeitsbedingungen sorge. Und das Aufblühen der Synagogengemeinde in Unna-Massen, mit der eine enge Zusammenarbeit besteht, sei für ihn ein besonderes Highlight.

Zukunftskonzepte

Den Abschluss fand ein Konzept für die zukünftige Seelsorge an alten Menschen. Dafür sollen sich zukünftig in den vier Regionen je einer der jetzt tätigen Pfarrer oder Pfarrerinnen mit je einer viertel Stelle kümmern. Zusätzlich ist eine Netzwerkstelle vorgesehen, wünschenswerterweise zu besetzen mit einem Diakon oder einer Diakonin. Sichergestellt werden soll so die seelsorgliche Versorgung in einer älter werdenden Gesellschaft, sowohl in Einrichtungen, z. B. der Pflege wie auch im Gemeindealltag.

Der Einstieg in eine veränderte Mobilität zunächst für Pfarrerinnen und Pfarrer stellt das Mobilitätskonzept auf. Gerade diese Berufsgruppe legt im Alltag kurze Strecken zurück. Hierfür stehen zukünftig durch Landeskirche und Kirchenkreis finanzierte E-Bikes zur Verfügung. Für die anderen Berufsgruppen werden weitere Verbesserungen in Sachen Mobilität erarbeitet. Ein Konzept für die interne Kommunikation wurde ebenfalls beschlossen. Unter dem Titel „Voneinander wissen und miteinander arbeiten“ verständigten sich die Synodalen auf Wege, wie Informationen an die richtige Stelle gelangen.

Trauung und Abendmahl für alle

Die Landeskirche hatte mehrere Fragestellungen an die Kirchenkreise zur Stellungnahme gegeben. Darunter auch die Neuregelung bei der Trauung gleichgeschlechtlicher Paare. Der Kirchenkreis Unna befürwortet die vorgesehene Neuregelung, eine kirchliche Trauung für alle Personen zu ermöglichen, die nach staatlichem Recht die Ehe eingegangen sind. Weiterhin können Pfarrerinnen oder Pfarrern, die oder der eine Trauung gleichgeschlechtlicher Ehepartner aus Gewissensgründen nicht vornehmen können, die Paare zunächst an den Superintendenten verweisen. Eine andere Stellungnahme erging zur Frage, ob Kinder schon vor der Konfirmation zum Abendmahl zugelassen werden sollen. Auch dieser Vorlage schlossen sich die Synodalen an.