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Die Dellwiger Kirche steht auf dem Ahlinger Berg in Mitten der Ortschaft Dellwig seit nunmehr 1000 Jahren. Damals gründete die Kath. Kirchengemeinde Menden auf dieser Seite der Ruhr eine Tochtergemeinde, für die ein fester Turm errichtet wurde, der auch als Wehrturm diente. Patron der Kirche war der Hl. Laurentius. Im Laufe der Zeit wurde die Kirche immer mehr erweitert. Im 12. Jahrhundert wurde das Kirchenschiff in der heutigen Form erbaut, das 1510 den Chorraum als Abschluss erhielt. Eine grundlegende Umgestaltung erfuhr das Innere der Kirche 1960 und 1992 bei einer weitere Renovierung seine heutige Gestalt. Aus der langen Reihe der Dellwiger Pfarrer ist Friedrich von Bodelschwingh besonders zu erwähnen. Er kam 1863 aus einer Pfarrstelle in Paris mit seiner Ehefrau Ida nach Dellwig. Die vier Kinder des Pastorenehepaares starben im Januar 1869 an Diphterie und sind auf dem benachbarten Friedhof beerdigt. . 1872 folgte von Bodelschwingh dem Ruf nach Bethel bei Bielefeld. Dort baute er als Leiter die Diakonische Anstalt für Epilepsiekranke und Nichtsesshafte auf.

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Archiv

23. Februar 2018

Turmsanierung folgt auf Sturmschaden

An der Turmfassade finden sich lockere Antragungen, die sich abgelöst haben sowie Risse im Mauerwerk.

Stadtkirche Unna schwer getroffen: Sanierungskosten von 1,7 Millionen Euro

Der Schock nach dem Sturm „Friederike“ war groß. Besonders schwer traf es die Ev. Stadtkirche Unna. Dort stürzte eine Fiale (ca. 4 Meter hohe Steinsäule) vom Turm in den Dachstuhl der Kirche und beschädigte ein Gewölbe. Dies sei der größte Sturmschaden an einem Denkmalgebäude im Bereich des LWL, erläuterte Denkmalpflegerin Dr. Ing. Bettina Heine-Hippler vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).

Derzeit sind die verschiedensten Fachbetriebe mit der Sicherung des Gewölbes beschäftigt, erst danach kann die Wiederherstellung beginnen. Von außen zu sehen sind beispielsweise die mit orangen Gurten gesicherten Wasserspeier am Turm. Im Innern der Kirche wurden vorsorglich alle Gegenstände, wie die Orgel staubsicher verpackt. Die abgestürzten Steinbrocken, die noch im Dachstuhl liegen sind gesichert und von unten erfolgt nun Stück für Stück der Aufbau eines Gerüsts zur Sicherung des Gewölbes. Wie groß der Schaden wirklich ist, kann erst nach Bergung der Fialstücke begutachtet werden. Klar ist, eine der vier tragenden Rippen ist stark beschädigt; ein Einsturz des Gewölbes nicht ausgeschlossen. So stark der Sturmschaden auch ist, es ist ein Versicherungsschaden und die Kosten trägt die Versicherung. Doch damit nicht genug, entdeckt wurde ein dringender Sanierungsbedarf, der hohe Kosten verursacht.

Turm macht Sorgen

Große Sorge macht der Ev. Kirchengemeinde Unna nun die anstehende Turmsanierung. Denn bei den Untersuchungen zum Sturmschaden hat sich herausgestellt, dass der Kirchturm dringend saniert werden muss. Überall am Turm zeigen sich Schäden in Fugen und am Antragmaterial. Viele Bereiche ließen sich leicht ablösen, ist im Prüfbericht zu lesen. Dadurch sei der darunter liegende Platz nicht verkehrssicher. Noch nicht abschließend geklärt ist auch die genaue Befestigung der noch stehenden Fialen. Hinzu kommen Rissbildungen an den Wasserspeiern. Hierzu laufen weitere Untersuchungen.

Derzeit rechnet die Kirchengemeinde mit Turm-Sanierungskosten von rund 1,7 Millionen Euro. Erste Anträge an Stiftungen, das Land und andere Förderstellen sind in Arbeit. Auch der Ev. Kirchenkreis Unna beteiligt sich. Wenn dann noch 500.000 Euro an Eigenleistungen übrig bleiben, ist die Kirchengemeinde auf dem richtigen Weg. Die Anteilnahme und Bereitschaft zur Mithilfe aus der Bevölkerung ist groß. Auch die Stadt Unna und der Förderverein zur Erhaltung der Stadtkirche sind mit im Boot. Gegründet hat sich inzwischen auch eine Fundraising-Gruppe, die mögliche Spendenprojekte sammelt, koordiniert und durchführt. Ideen gibt es viele. So soll die Bevölkerung auch auf dem Laufenden gehalten werden. Auf der Homepage der Gemeinde werden regelmäßig Informationen veröffentlicht und auch am Bauzaun will man die Kirchplatzbesucher informieren. Geplant ist eine Art Wandzeitung zum Stand der Dinge.

Geduld und Geld benötigt

Klar ist auch, dass die Wiederherstellung des Sturmschadens und die Turmsanierung viel Zeit in Anspruch nehmen. Die Stadtkirche bleibt also weiterhin geschlossen und auch ein Großteil des Kirchplatzes ist gesperrt. Die Gottesdienste finden nun im benachbarten Martin-Luther-Haus statt. Das Konzert „Orgel plus Sprecher“ am 4. März wurde in die Katharinen-Kirche verlegt, das „Konzert zur Sterbestunde“ am 30. März in die Paul-Gerhardt-Kirche. Damit rücken alle auch etwas enger zusammen, gemeinde- und konfessionsübergreifend. Das sei nach all den Schreckensnachrichten auch eine schöne Erfahrung. sd

Spendenkonten:
Unterstützen Sie die Arbeiten an der Stadtkirche mit einer Spende:

Evangelische Kirchengemeinde Unna, Verwendungszweck: Stadtkirche, Sparkasse Unna: DE27 4435 0060 1000 4233 82; Volksbank Unna: DE73 4416 0014 6459 8902 01

Konto des Fördervereins zur Erhaltung der Stadtkirche, Volksbank Unna: DE28 4416 0014 4202 3489 01