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Ev. Stiftskirche Fröndenberg Die Kirche wurde ab 1230 als Klosterkirche eines Zisterzienserinnenklosters gebaut. Sie war von Anfang an mit dem märkischen Grafengeschlecht von Altena verbunden und wurde als Grabeskirche genutzt. Nach gut 200 Jahren Klostertätigkeit wurden die Klosterregeln allmählich aufgegeben. Die Einrichtung wurde zu einer Versorgungsstätte für Töchter des südwestfälischen Hochadels. Zum Stift gehörten das Stiftsgebäude nebenan von 1661 und das Boeslagerhaus von 1783. Aufgrund der politischen Verflochtenheit des Stifts mit den Fürstenhäusern lief die Reformation eher auf dem persönlichen Bereich der Stiftsdamen ab. Schon bald gab es im Stift die katholische, die lutherische und die reformierte Konfession. Die Kirche wird bis heute sowohl evangelischer- wie auch katholischerseits genutzt. Aufgrund der zugewiesenen Gottesdienstzeiten (bis 9.00 Uhr morgens) entschloss sich die katholische Kirchengemeinde schließlich, eine eigene Kirche (St. Marien, 1895) zu bauen. Anschließend wurde der Turm der Stiftskirche gebaut.

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Archiv

25. September 2017

Lebendige evangelische Kirche

Ein buntes Fest feierten die Gäste des Kreiskirchentages im Kurpark

Was die evangelische Kirche im Kirchenkreis Unna zu bieten hat, konnten die zahlreichen Besucher des Kreiskirchentages im Kurpark Königsborn erleben. Von allem wurde etwas geboten: Freiluftkirche, Jahrmarktstimmung, Musikfestival, Ruhe und Besinnung, Kinderaktionen und reichlich Informationen zu den vielen Gruppen, Einrichtungen und Organisationen aus den Gemeinden und dem Kirchenkreis. 

Musikalischer und bunter Gottesdienst

Der Festtag unter dem Motto „einfach frei“ begann mit einem Open-Air-Gottesdienst. In seiner Predigt erinnert Dr. h.c. Alfred Buß an die vier Glaubensprinzipien Luthers und der Reformation: Wir sind frei, allein durch den Glauben, allein durch Christus, allein durch die Schrift, allein durch die Gnade. Allein die Gnade Gottes mache Menschen ansehnlich und schön, so Buß. „Selbst Unansehnliche. Sünder. Selbst solche wie uns, die wir einander gerne taxieren, beurteilen und uns ständig rechtfertigen.“ Während dieser Worte hüpfte ein großer Ball in Form einer lächelnden Sonne über die Köpfe der Gottesdienstbesucher. Sola gratia – allein durch die Gnade, das bedeute, Gott sagt dir: „Bei mir biste scheen!“ Die Predigt war eingebunden in Musikstücke aus der Reformationskantate „Ein feste Burg“ von Stephan Langenberg. Ein Kreisposaunenchor und ein Projektchor hatten sich hierfür eigens gebildet. Die musikalische Leitung hatte Kreiskantorin Hannelore Höft. Durch den Gottesdienst führte Superintendent Hans-Martin Böcker.

Auf der Bühne und an den Stationen

Das weitere Bühnenprogramm, lebendig moderiert von Uwe Schulz, bot Raum für Gospelmusik, Bands und Poetry. Gäste aus Weißrussland und Tansanis brachten internationalen Flair in den Kurpark.

An 45 Ständen an neun Stationen konnten die Besucher selbst aktiv werden. Spiele oder kreative Angebote oder Informationen boten die Mitarbeitenden aus der Jugendarbeit und Diakonie, aus den Kitas und dem Offenen Ganztag, aus Seelsorge oder Partnerschaftsarbeit. Auch die Vereine vor Ort, wie Bienenhaus oder Kräutergarten, freuten sich über regen Zulauf. 

Die Ev. Frauenhilfe und die Männerarbeit hatten für das leibliche Wohl gesorgt, am Kuchenbuffet und am Grillstand war der Andrang stets groß. Insgesamt waren über 350 Menschen daran beteiligt, dass der Kreiskirchentag eine rundum gelungen Sache wurde. "Wann ist denn der Termin für nächstes Jahr?" fragten begeisterte Besucher. Ob und wann es allerdings eine Wiederholung geben wird, ist noch icht klar.

Als Zeichen der Gemeinschaft wurden zwei Rosen gepflanzt, eine der Sorte Martin Luther, die andere namens Katharian von Bora. Dazu hatten viele Menschen Erde mitgebracht. Seinen endgültigen Platz wird das Blumenpaar vor dem Haus der Kirche in Unna finden.

Laute und leise Töne zum Abschluß

Richtig warm wurde es den Gästen noch mal zum Ende des Tages, trotz doch merklich sinkender Temperaturen. Denn Judy Bailey und Band ließen keine Zweifel aufkommen, wieso sie zurzeit zu den wohl bedeutensten Musikern der christlichen Musikszene gehören. Rockig und laut kann die Band genauso, wie einfühlsam und nachdenklich. Gemeinsam wurde gesungen, gelacht und getanzt. Sogar spontan mit der Gruppe aus Tansania, die Judy Bailey auf die Bühne holte.

"Unser heutiger Kreiskirchentag war ein Ausdruck einer lebendigen Kirche, auch ein halbes Jahrhundert nach jenen Ereignissen in Wittenberg und Umgebung. Ich bin dankbar allen, die da waren und den Tag mitgestaltet haben", so Superintendent Hans-Martin Böcker nach dem Kreiskirchentag. Schätzungsweise 1.500 Beuscher waren als Gäste in Unna.

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