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Ev. Stiftskirche Fröndenberg Die Kirche wurde ab 1230 als Klosterkirche eines Zisterzienserinnenklosters gebaut. Sie war von Anfang an mit dem märkischen Grafengeschlecht von Altena verbunden und wurde als Grabeskirche genutzt. Nach gut 200 Jahren Klostertätigkeit wurden die Klosterregeln allmählich aufgegeben. Die Einrichtung wurde zu einer Versorgungsstätte für Töchter des südwestfälischen Hochadels. Zum Stift gehörten das Stiftsgebäude nebenan von 1661 und das Boeslagerhaus von 1783. Aufgrund der politischen Verflochtenheit des Stifts mit den Fürstenhäusern lief die Reformation eher auf dem persönlichen Bereich der Stiftsdamen ab. Schon bald gab es im Stift die katholische, die lutherische und die reformierte Konfession. Die Kirche wird bis heute sowohl evangelischer- wie auch katholischerseits genutzt. Aufgrund der zugewiesenen Gottesdienstzeiten (bis 9.00 Uhr morgens) entschloss sich die katholische Kirchengemeinde schließlich, eine eigene Kirche (St. Marien, 1895) zu bauen. Anschließend wurde der Turm der Stiftskirche gebaut.

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09. August 2017

Ich fürchte nichts! - Luther 2017

Das N.N. theater spielt ihr Stück "Ich fürchte nichts" in Unna. (Foto: N.N. Theater)

Theaterstück im Kultursommer

Nicht nur in Kirchen und Gemeindehäusern hält Luther in diesem Jahr in besonderer Weise Einzug - Auch der Kultursommer der Stadt Unna bringt in Kooperation mit dem Ev. Kirchenkreis mit "Ich fürchte nichts... - Luther 2017" die Reformation auf die Bühne. Das N.N. Theater Köln ist am 17.8. zu Gast in Unna. Sie spielen das Luther-Stück auf dem Platz der Kulturen um 20 Uhr.

Das Stück entstand in einer Kooperation zwischen dem Theaterensemble und der Ev. Kirche im Rheinland. Autor des Stückes ist George Isherwood, bei der historischen Recherche unterstützt von dem Kirchengeschichtler Prof. Dr. Hellmut Zschoch (Wuppertal). Die Regie liegt bei Gregor Höppner. Die Musik kommt vom Musiker und Chorleiter Bernd Kaftan. uraufgeführt wurde "Ich fürchte nichts" am 17. Februar in der Johanneskirche Düsseldorf.

Das Theaterstück

Deutschland 1517 - zwischen dem strengen Regiment der katholischen Kirche, einem immer lauter werdendem Schrei nach sozialer Gerechtigkeit und der medialen Revolution durch die Erfindung des Buchdrucks, entfacht Martin Luther einen Sturm, dessen Auswirkungen er weder kontollieren noch absehen kann. Katharina von Bora, Cranach, Melanchthon, Thomas Müntzer und der Rabbi von Leipzig, sie alle finden sich in dieser packenden und komplexen Geschichte wieder, die uns nach Worms, Rom, Wittenberg und Eisleben führt, von Bauernaufstand zu Nonnenflucht, vom Ablasshandel zum Buchdruck, aber auch zu den Zwiegesprächen die der von chronischer Verstopfung geplagte Luther mit dem Satan auf der Toilette führte. Die großen und kleineren Stationen der Reformation vereinen sich zu einem bild- und sprachgewaltigen Mosaik, in dem die Zeit selbst unsere Fremdenführerin ist.

In „Ich fürchte nichts“ begibt sich das N.N. Theater auf die Spurensuche nach dem berühmten Reformator und Urvater des evangelischen Glaubens und erzählt mit der typischen hauseigenen Mixtur aus Slapstick, Humor, Tragik und viel Musik eine komplexe Geschichte über Politik, Religion, Liebe, Schuld und Zufall.

Der Trailer