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Ev. Kirche Heeren-Werve Die Anfänge der denkmalgeschützten Dorfkirche liegen im 14. Jahrhundert. Besonders auffällig sind die „Heerener Giganten“, zwei Skulpturen im Seitenschiff, die der hiesige Künstler Dietrich Worbs aus wuchtigen Baumstämmen gestaltet hat („Familie in Gottes Hand“ sowie sieben biblische Szenen in einem Stamm). Von der bewegten Geschichte der Kirche erzählen u. a. die Totenschilder der Kirchenpatrone (bis 1950 Patronatskirche der Grafen von der Recke bzw. von Plettenberg), die Kopfkonsolen als Gewölbestützen sowie das bis heute einwandfrei funktionierende Uhrwerk der Kirchturmuhr von 1910. Sehenswert sind auch die Chorraumfenster mit Motiven aus der Weihnachts-, Oster- und Pfingstgeschichten. Musikinteressierte mögen sich an der Walcker-Orgel erfreuen, die vom weltberühmten Organisten Wilhelm Middelschulte und seiner Familie 1910 gestiftet wurde.

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09. August 2017

Ich fürchte nichts! - Luther 2017

Das N.N. theater spielt ihr Stück "Ich fürchte nichts" in Unna. (Foto: N.N. Theater)

Theaterstück im Kultursommer

Nicht nur in Kirchen und Gemeindehäusern hält Luther in diesem Jahr in besonderer Weise Einzug - Auch der Kultursommer der Stadt Unna bringt in Kooperation mit dem Ev. Kirchenkreis mit "Ich fürchte nichts... - Luther 2017" die Reformation auf die Bühne. Das N.N. Theater Köln ist am 17.8. zu Gast in Unna. Sie spielen das Luther-Stück auf dem Platz der Kulturen um 20 Uhr.

Das Stück entstand in einer Kooperation zwischen dem Theaterensemble und der Ev. Kirche im Rheinland. Autor des Stückes ist George Isherwood, bei der historischen Recherche unterstützt von dem Kirchengeschichtler Prof. Dr. Hellmut Zschoch (Wuppertal). Die Regie liegt bei Gregor Höppner. Die Musik kommt vom Musiker und Chorleiter Bernd Kaftan. uraufgeführt wurde "Ich fürchte nichts" am 17. Februar in der Johanneskirche Düsseldorf.

Das Theaterstück

Deutschland 1517 - zwischen dem strengen Regiment der katholischen Kirche, einem immer lauter werdendem Schrei nach sozialer Gerechtigkeit und der medialen Revolution durch die Erfindung des Buchdrucks, entfacht Martin Luther einen Sturm, dessen Auswirkungen er weder kontollieren noch absehen kann. Katharina von Bora, Cranach, Melanchthon, Thomas Müntzer und der Rabbi von Leipzig, sie alle finden sich in dieser packenden und komplexen Geschichte wieder, die uns nach Worms, Rom, Wittenberg und Eisleben führt, von Bauernaufstand zu Nonnenflucht, vom Ablasshandel zum Buchdruck, aber auch zu den Zwiegesprächen die der von chronischer Verstopfung geplagte Luther mit dem Satan auf der Toilette führte. Die großen und kleineren Stationen der Reformation vereinen sich zu einem bild- und sprachgewaltigen Mosaik, in dem die Zeit selbst unsere Fremdenführerin ist.

In „Ich fürchte nichts“ begibt sich das N.N. Theater auf die Spurensuche nach dem berühmten Reformator und Urvater des evangelischen Glaubens und erzählt mit der typischen hauseigenen Mixtur aus Slapstick, Humor, Tragik und viel Musik eine komplexe Geschichte über Politik, Religion, Liebe, Schuld und Zufall.

Der Trailer