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Ev. Kirche Heeren-Werve Die Anfänge der denkmalgeschützten Dorfkirche liegen im 14. Jahrhundert. Besonders auffällig sind die „Heerener Giganten“, zwei Skulpturen im Seitenschiff, die der hiesige Künstler Dietrich Worbs aus wuchtigen Baumstämmen gestaltet hat („Familie in Gottes Hand“ sowie sieben biblische Szenen in einem Stamm). Von der bewegten Geschichte der Kirche erzählen u. a. die Totenschilder der Kirchenpatrone (bis 1950 Patronatskirche der Grafen von der Recke bzw. von Plettenberg), die Kopfkonsolen als Gewölbestützen sowie das bis heute einwandfrei funktionierende Uhrwerk der Kirchturmuhr von 1910. Sehenswert sind auch die Chorraumfenster mit Motiven aus der Weihnachts-, Oster- und Pfingstgeschichten. Musikinteressierte mögen sich an der Walcker-Orgel erfreuen, die vom weltberühmten Organisten Wilhelm Middelschulte und seiner Familie 1910 gestiftet wurde.

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Archiv

12. August 2016

Lebenswege von Frauen

Pfarrerin Elke Markmann (l.) bei der ersten Präsenatation der Ausstellung Anfang des Jahres.

Zwei Ausstellungen in Stadtkirche Unna

Vom 28. August bis zum 25. September sind in der Evangelischen Stadtkirche Unna zwei Ausstellungen zu sehen, die Frauen mit sehr unterschiedlichen Lebenserfahrungen vorstellen.

Die Ausstellung „Frauen im Gespräch – miteinander leben, miteinander reden“ stellt je zwei Frauen im Gespräch miteinander vor. Sie reden über das, was ihnen wichtig ist. Frauen mit und ohne Migrationshintergrund, Berufstätige, Ehrenamtliche, Schülerinnen und Seniorinnen – jeweils zwei Frauen werden im Gespräch miteinander interviewt. Die Idee der Ausstellung war es, eventuelle Unterschiede sichtbar zu machen. Spielt es eine Rolle, ob ihre Wurzeln in Deutschland, in China, Japan, Polen, der Türkei, dem Irak, Armenien, Albanien, Griechenland, Frankreich, Litauen, dem Kosovo, Thailand, Afghanistan, Russland oder Portugal liegen? In den Gesprächen der Frauen wird deutlich, dass es zwar manchmal unterschiedliche (Lebens-)Wege gibt, die Motivation der Frauen in ihrem jeweiligen Bereich aber vergleichbar ist.(www.frauen-im-gespraech.de)

Die Ausstellung „Flucht und Vertreibung gestern und heute“ stellt Frauen vor, die ihre Geschichten der Flucht zwischen 1943 und 1953 erzählen. Daneben stehen Geschichten von geflüchteten Frauen, die 2015 in Ennepetal ein neues Leben fanden. Die Ausstellung wurde von Frauen des Frauennetzwerkes Ennepetal kreiert und zusammengestellt.

Eröffnung im Gottesdienst am 28. August
Eröffnet werden die beiden Ausstellungen im Gottesdienst am 28. August 2016 um 11 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche unter der Überschrift „Miteinander leben, miteinander reden“. Der Gottesdienst ist unter der Leitung von Pfarrerin Elke Markmann, Frauenbeauftragte im Kirchenkreis Unna. Sabine Hofmann (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ennepetal) und Pfarrerin Marianne Funda (Frauenbeauftragte der Kirchenkreise Hattingen / Witten und Schwelm) werden den Gottesdienst mit gestalten und ihre Erfahrungen bei der Entstehung der Ausstellung berichten. So wie in Ennepetal die geflüchteten Frauen von damals und heute Gemeinsamkeiten der Erlebnisse fanden, stellten die Frauenpaare, die in Unna interviewt wurden, fest, dass sie viele gemeinsame Interessen und Erfahrungen gemacht haben und machen. Diese Erfahrungen stehen im Vordergrund und lassen manche Lebensgeschichte in den Hintergrund treten. Im Anschluss an den Gottesdienst können die Ausstellungen besichtigt werden und es Zeit zum miteinander reden.

Austausch und Gespräch gegen Angst
„Der Austausch, das Gespräch miteinander über das, was uns wichtig ist, was wir erlebt haben, prägt das Miteinander in unserer Gesellschaft“, so Pfarrerin Elke Markmann. „Mitten hinein in die Debatte um Überfremdung und Angst vor dem Anderen ist es uns wichtig, die Gemeinsamkeiten aufzuzeigen. Wer mit der Anderen spricht, lernt Ähnlichkeiten kennen – und auch Unterschiede. Wichtig dazu ist der Austausch, das Gespräch.“