Informationen
zum Hintergrund-
bild - bitte klicken
Sie hier.

Im Bild

Ev. Kirche Heeren-Werve Die Anfänge der denkmalgeschützten Dorfkirche liegen im 14. Jahrhundert. Besonders auffällig sind die „Heerener Giganten“, zwei Skulpturen im Seitenschiff, die der hiesige Künstler Dietrich Worbs aus wuchtigen Baumstämmen gestaltet hat („Familie in Gottes Hand“ sowie sieben biblische Szenen in einem Stamm). Von der bewegten Geschichte der Kirche erzählen u. a. die Totenschilder der Kirchenpatrone (bis 1950 Patronatskirche der Grafen von der Recke bzw. von Plettenberg), die Kopfkonsolen als Gewölbestützen sowie das bis heute einwandfrei funktionierende Uhrwerk der Kirchturmuhr von 1910. Sehenswert sind auch die Chorraumfenster mit Motiven aus der Weihnachts-, Oster- und Pfingstgeschichten. Musikinteressierte mögen sich an der Walcker-Orgel erfreuen, die vom weltberühmten Organisten Wilhelm Middelschulte und seiner Familie 1910 gestiftet wurde.

Zurück zur Seite

Archiv

22. Oktober 2015

HeiLights in der Westfalenhalle

Die HeiLights aus Bergkamen stehen am Reformationstag auf großer Bühne.

Wenn am Reformationstag, 31. Oktober, 3.000 Sänger gemeinsam auf der Bühne der Westfalenhalle Dortmund stehen und das Pop-Oratorium „Luther“ mitgestalten, ist unter anderem auch der Gospelchor „HeiLights“ der Ev. Martin-Luther-Kirchengemeinde Bergkamen mit von der Partie.

Viel mehr noch, denn mit den „HeiLights“ nehmen wahrscheinlich auch der jüngste Chorleiter und die älteste Sängerin teil. Mit 16 Jahren hat Nils Orlowski den Gospelchor Anfang August von Pfarrerin Sabine Sarpe übernommen. Der Gymnasiast besucht die 11. Klasse und macht in zwei Jahren sein Abitur. Alle Chormitglieder sind deutlich älter als er. „Die älteste Sängerin ist mit 84 Jahren nur wenige Tage jünger als meine Uroma“, erzählt er. Und das ist Kathrin Grünewald, die damit auch die älteste Teilnehmerin des Pop-Oratoriums „Luther“ ist.

Proben seit dem Frühjahr

Die intensiven Proben für das Luther-Oratorium haben bereits im Frühjahr begonnen. Bereits im April fand eine Chorprobe mit den rund 80 verschiedenen Chören aus ganz Deutschland statt. Damals fuhr noch Pfarrerin Sabine Sarpe mit den „HeiLights“ zur Großprobe, mit ihrem Weggang hat sie die Leitung nun Nils Orlowski übergeben. Und der ist voller Begeisterung. Ihn fasziniert das Großprojekt mit rund 3000 Sängern insgesamt. „Die Koordination ist eine Megaaufgabe“, sagt er und hat enormen Respekt. Da sei die „kleine“ Probe im Gospelchor noch einfach zu stemmen. Die Bergkamener Chormitglieder geben jedenfalls alles, seit Wochen wird intensiv für „Luther“ geprobt. Der 16-Jährige dirigiert, korrigiert, motiviert und bereitet seine Schützlinge mit Hilfe einer Stimmen-Übungs-CD auf das Pop-Oratorium vor. So besteht das Bühnenstück aus 20 neu komponierten Liedern sowie traditionellen Chorälen. Noch müsse ein wenig am Rhythmus gearbeitet werden, doch „das läuft“, ist der Gymnasiast zuversichtlich.

Das Musical

Exklusiv für das Reformationsjubiläum 2017 wurde das Pop-Oratorium „Luther“ von dem Erfolgsduo Michael Kunze und Dieter Falk geschrieben. Am 31. Oktober 2015 (Reformationstag) wird das Werk in der Dortmunder Westfalenhalle 1 mit einem Symphonieorchester, einer Band, Musicaldarstellern und einem Chor aus 3.000 Sängerinnen und Sängern uraufgeführt. Im Reformationsjahr 2017 geht „Luther“ dann auf Tournee, weitere Aufführungen in ganz Deutschland sind geplant. Für jeden Aufführungsort bildet sich ein Projektchor aus rund 1.500 bis 2.500 Sängerinnen und Sängern. Im Mittelpunkt der Handlung steht Martin Luther, der 1521 vor dem Reichstag von Worms aufgefordert ist, seine kirchenkritischen Aussagen zu widerrufen. Mit Rückblenden und Ausblicken rund um das dortige Geschehen erzählt das Pop-Oratorium von Luthers Ringen um die biblische Wahrheit und von seinem Kampf gegen Obrigkeit und Kirche.