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Ev. Stiftskirche Fröndenberg Die Kirche wurde ab 1230 als Klosterkirche eines Zisterzienserinnenklosters gebaut. Sie war von Anfang an mit dem märkischen Grafengeschlecht von Altena verbunden und wurde als Grabeskirche genutzt. Nach gut 200 Jahren Klostertätigkeit wurden die Klosterregeln allmählich aufgegeben. Die Einrichtung wurde zu einer Versorgungsstätte für Töchter des südwestfälischen Hochadels. Zum Stift gehörten das Stiftsgebäude nebenan von 1661 und das Boeslagerhaus von 1783. Aufgrund der politischen Verflochtenheit des Stifts mit den Fürstenhäusern lief die Reformation eher auf dem persönlichen Bereich der Stiftsdamen ab. Schon bald gab es im Stift die katholische, die lutherische und die reformierte Konfession. Die Kirche wird bis heute sowohl evangelischer- wie auch katholischerseits genutzt. Aufgrund der zugewiesenen Gottesdienstzeiten (bis 9.00 Uhr morgens) entschloss sich die katholische Kirchengemeinde schließlich, eine eigene Kirche (St. Marien, 1895) zu bauen. Anschließend wurde der Turm der Stiftskirche gebaut.

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Archiv

20. August 2015

Hans-Martin Böcker neuer Superintendent

Am Morgen nach der Wahl begrüßen die Mitarbeitenden des Kreiskirchenamt ihren neuen Chef.

Die Synode des Ev. Kirchenkreises Unna hat Pfarrer Hans-Martin Böcker zum neuen Superintendenten gewählt. Er erhielt am 19. August die erforderliche Stimmenzahl der Mehrheit der Mitglieder des Kirchenparlamentes.

Zwei Wahlgänge

Im zweiten Wahlgang setzte er sich gegen Heiner Montanus aus Dortmund durch. Dabei erhielt Böcker 56 Stimmen von den 94 Delegierten im Gemeindehaus Schwesterngang in Kamen.
Im ersten Wahlgang erhielt er bereits 43 Stimmen, mit 33 Stimmen zog Montanus mit ein in einen weiteren Wahlgang, der dritte Kandidat, Christian Bald aus Holzwickede, schied mit 18 Stimmen dort aus.

Erster Gratulant war Kirchenrat Gerhard Dunker. Als für den Kirchenkreis zuständiger Ortsdezernent der Landeskirche hatte er die Wahlen und auch den Abend vorher begleitet. Alle drei Kandidaten hatten sich am Vorabend der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Interesse hieran war sehr groß, der Giebelsaal des Martin-Luther-Hauses in Unna war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Christoph Maties, Skriba der Synode, führte durch die Wahlen und bedankte sich ausdrücklich bei den beiden Kandidaten, die sich zur Verfügung gestellt hatten und nun nicht gewählt waren. Dafür erhielten diese auch den Applaus der ganzen Synode.

Der Neue

Hans-Martin Böcker, geboren 1954, hat in Bethel, Münster und Marburg studiert. Nach einer Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Münster machte er sein Vikariat in Dortmund. Seit 1983 ist Böcker Pfarrer in der Ev. Kirchengemeinde Kamen. Im Kirchenkreis Unna ist er Synodalassessor und Vorsitzender der Ev. Stiftung Kompass. Seit 1991 ist er überdies als Dozent in der Ausbildung von Vikaren der Ev. Kirche von Westfalen tätig. Seit 1996 ist er Mitglied der westfälischen Landessynode. Hans-Martin Böcker ist geschieden und hat zwei Kinder. In den letzten fünf Monaten war er bereits als Vertreter der ehemaligen Superintendentin Annette Muhr-Nelson tätig. Sie hatte im April den Kirchenkreis Unna verlassen. Die Einführung wird voraussichtlich am 25. September in der Ev. Stadtkirche Unna erfolgen.

In der Evangelischen Kirche von Westfalen ist ein Superintendent der leitende Geistliche eines Kirchenkreises. Zusammen mit dem Kreissynodalvorstand leitet er die Geschicke des Kirchenkreises und führt die Dienstaufsicht über die Pfarrer und Pfarrerinnen in seinem Bereich. Im Kirchenkreis Unna führt der Superintendent sein Amt hauptamtlich aus, Dienstsitz ist im Haus der Kirche in Unna.