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Ev. Kirche Heeren-Werve Die Anfänge der denkmalgeschützten Dorfkirche liegen im 14. Jahrhundert. Besonders auffällig sind die „Heerener Giganten“, zwei Skulpturen im Seitenschiff, die der hiesige Künstler Dietrich Worbs aus wuchtigen Baumstämmen gestaltet hat („Familie in Gottes Hand“ sowie sieben biblische Szenen in einem Stamm). Von der bewegten Geschichte der Kirche erzählen u. a. die Totenschilder der Kirchenpatrone (bis 1950 Patronatskirche der Grafen von der Recke bzw. von Plettenberg), die Kopfkonsolen als Gewölbestützen sowie das bis heute einwandfrei funktionierende Uhrwerk der Kirchturmuhr von 1910. Sehenswert sind auch die Chorraumfenster mit Motiven aus der Weihnachts-, Oster- und Pfingstgeschichten. Musikinteressierte mögen sich an der Walcker-Orgel erfreuen, die vom weltberühmten Organisten Wilhelm Middelschulte und seiner Familie 1910 gestiftet wurde.

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Archiv

30. September 2014

Andacht Oktober

Im Oktober, in dem wir das Erntedankfest feiern, werden wir aufgefordert, selbst „Danke“ zu sagen. Bis in dritte Jahrhundert hinein lässt sich das christliche Erntedankfest historisch entdecken. Bei der traditionellen Dankfeier wird Gott für die eingebrachte Ernte gedankt. Dennoch handelt es sich um keine christliche Erfindung. Bereits Israel kennt sowohl das Schawuot, das Wochenfest, nach Beginn der Ernte, als auch das Sukkot, das Laubhüttenfest, im Herbst zum Abschluss der Ernte.

Auch in vielen anderen Kulturkreisen lassen sich vergleichbare Traditionen finden.

In unseren Gottesdiensten zum Erntedankfest sind die Altäre und Kirchen festlich mit Erntegaben geschmückt, die später an Bedürftige weitergegeben werden.

Was aber ist mit denjenigen unter uns, die nicht in der Landwirtschaft tätig sind? Auch wir können Vieles unternehmen und versuchen, aber aus eigener Kraft stoßen wir immer wieder schnell an unsere Grenzen. Die Erträge der Landwirtschaft, die Gaben auf den Altären, sind ein gutes Beispiel für das Wirken Gottes in unserem Leben.

Danke sagen

Wann also haben Sie das letzte Mal „Danke“ gesagt? Wann haben Sie das letzte Mal ein Dankgebet gesprochen? Wann haben sie sich das letzte Mal in der Stille über etwas gefreut und Gott dafür gelobt?

In unserer leistungsorientierten Gesellschaft kommt der Dank oft zu kurz. Viel zu viele Dinge sind für uns selbstverständlich geworden. Unser Blick richtet sich immer weiter nach vorne. Was können wir noch erreichen? Was können andere noch für uns tun?

Biblisch betrachtet gehören die Bitte mit dem Blick nach vorne und ein dankbares Innehalten aber eng zusammen. In der Bibel lässt sich kaum eine Bitte finden, die nicht in den Dank mündet – kaum eine Klage, die nicht mit dem Lob Gottes endet.

Der evangelische Theologe Karl Barth (1886 – 1968), der auch als Kirchenvater des 20. Jahrhunderts bezeichnet wird, betont: „Freude ist die einfachste Form der Dankbarkeit.“ In der Freude verbindet sich das dankbare Innehalten mit dem Blick in die Zukunft.

Halleluja – Preist den Herrn! Dankt dem Herrn, denn er ist gut zu uns, seine Liebe hört niemals auf!
Ps 106, 1

Ihre
Pfarrerin Christiane Medias