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Stadtkirche Unna: Von welcher Seite man sich der Kreisstadt Unna auch nähert, immer hat man einen Blick auf das prägende Wahrzeichen der Stadt Unna - die Ev. Stadtkirche. Eine Kirche mitten in der Stadt, gleich neben dem Alten Markt. Eine gotische Hallenkirche von schlichter Schönheit und Eleganz. Das dreijochige Langhaus wurde vermutlich nach 1322 errichtet, der Chor nach Weiheinschrift 1389 begonnen und 1396 vollendet. Der mächtige Westturm, der in das Mittelschiff einbezogen ist und in Mauerstärke aus der Westfront hervortritt, wurde 1407 bis 1467 erbaut. Der Turmhelm wurde mehrfach zerstört, er erhielt seine jetzige Gestalt 1863. Seit 2018 ist die Kirche hinter einem Gerüst verborgen: aufwendige Renovierungen machen dies nötig.

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Archiv

31. August 2014

Von Renditen, Geldanlagen und Liquidität

Wibke Hock, Direktorin Team Kirche Westfalen-Lippe-Leer, freut sich mit Thomas Sauerwein, Verwaltungsleiter (links), und Marc Schröder, Leiter der Finanzabteilung, beide Ev. Kirchenkreis Unna, über die positive Wertentwicklung der Geldanlagen.

Auch der Ev. Kirchenkreis Unna muss wirtschaften und wie ein Unternehmer sein Geld möglichst vermögenswirksam anlegen. Ziel ist es dabei, mit dem anvertrauten Geld wirtschaftlich zu arbeiten und dennoch Liquiditäts- und Sicherheitsbedürfnisse und sowie den eigenen Anspruch an Nachhaltigkeit zu erfüllen.

Der Evangelische Kirchenkreis Unna hat sich frühzeitig für eine maßgeschneiderte Finanzstruktur entschieden. Thomas Sauerwein, Verwaltungsleiter, und Marc Schröder, Leiter Finanzabteilung, verantworten die Geldanlagen. Im Magazin „Perspektiven“ der Bank für Kirche und Diakonie (KD-Bank) erläutern sie das komplexe Anlagengeschäft des Kirchenkreises:

Perspektiven: Welche Erfahrungen haben Sie mit der strukturierten Vermögensanlage gemacht?
Thomas Sauerwein: Bereits mein Vorgänger hat gemeinsam mit der Bank für Kirche und Diakonie für eine maßgeschneiderte Mischung aus verschiedenen Anlageklassen und Laufzeiten gesorgt. Ich kann sagen, dass wir seit meinem Amtsantritt 2008 keinen einzigen Euro verloren haben und das, obwohl die Situation an den Finanzmärkten alles andere als ruhig war. Ob Lehman-Pleite oder Euro-Schuldenkrise – nach anfänglicher Skepsis hat mich sowohl das Instrumentarium KD-Vermögensanalyse als auch die enge persönliche Betreuung überzeugt. Lassen Sie es mich so zusammenfassen: Wir hatten sicheres Geleit in schwierigen Zeiten.

Perspektiven: Wie sind Ihre Anlagen aufgebaut?
Marc Schröder: Für uns ist wichtig, auf Dauer ausreichende Erträge für unsere Aufgaben zu erwirtschaften. Wir haben uns breit aufgestellt und denken langfristig. Im Endeffekt bilden wir mit unseren Geldanlagen das ganze Anlagespektrum mit Geld-, Substanz- und Sachwerten ab. Eine Ausnahme bilden Rohstoffe, die wir aus ethisch-nachhaltiger Sicht ablehnen. Über eine Fälligkeitsstruktur im festverzinslichen Anlagebereich, die auf 10 Jahre ausgerichtet ist, sichern wir uns eine gute durchschnittliche Verzinsung. Orientierung für Entscheidungen geben uns unsere Anlagerichtlinien. Im Bereich der westfälischen Landeskirche waren wir übrigens die ersten, die diese verabschiedet haben.

Perspektiven: Wie zufrieden sind Sie?
Sauerwein: Dank der Entscheidung von damals kommen wir mit der anhaltenden Niedrigzinssituation gut klar. Unsere Anforderungen an Liqui¬dität, Sicherheit, Rentabilität und ethischer Nachhaltigkeit sind erfüllt. Und die Rendite von deutlich über 3 % p.a. im letzten Jahr (2013, inkl. nicht realisierter Kursgewinne) kann sich auch sehen lassen.