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Die Stiftskirche Fröndenberg wurde ab 1230 als Klosterkirche eines Zisterzienserinnenklosters gebaut. Sie war von Anfang an mit dem märkischen Grafengeschlecht von Altena verbunden und wurde als Grabeskirche genutzt. Das Kirchenschiff selber wurde damals vom „normalen“ Volk genutzt. Der Bereich unter der Empore wurde lange als eine Art Krypta ausgewiesen. Hier fanden z.B. einige Grafen von der Mark, aber auch Äbtissinnen ihre letzte Ruhestätte (z.B. Graf Otto – 1262, Graf Engelbert – 1391). Nach gut 200 Jahren Klostertätigkeit wurden die Klosterregeln allmählich aufgegeben. Die Einrichtung wurde zu einer Versorgungsstätte für Töchter des südwestfälischen Hochadels. Der Marienaltar im Seitenschiff der Stiftskirche ist in seiner Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzen. Er ist um 1400 entstanden und wird Konrad von Soest zugeschrieben. Er erzählt einen Marienzyklus und setzt damit kirchliche Legendenbildung und biblisches Material in Farbe um. Der Reichsadler auf dem Altar mit den Initialen FR für Friedericus Rex (Preußenkönig Friedrich) erinnert an die Fürsorgeflicht Preußens gegenüber der Stiftskirche seit der Säkularisation von 1803. Die Kirche gehört bis heute dem Land Nordrhein-Westfalen in der preußischen Rechtsnachfolge.

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Archiv

23. September 2012

160 Stolpersteine vor Altenheim

Der Künstler Günter Demnig bei einer Verlegung von Stolpersteinen in Unna im Jahr 2008. 100 Steine liegen mittlerweile vor Unnaer Häusern, am 23.09. kommen 90 hinzu.

Vor dem heutigen Bonifatius-Heim, dem ehemaligen jüdischen Altenheim Westfalens in der Mozartstraße in Unna werden anlässlich der Deportation der Bewohnerinnen und Bewohner vor 70 Jahren 160 Stolpersteine verlegt und in einer ökumenischen Feierstunde am 23.9. um 15 Uhr unter Beteiligung der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft enthüllt. Dies ist die die größte Stolperstein-Verlegeaktion, die es bisher landesweit gegeben hat Aus dem Altenheim wuden am 20. Juli und 22. August 1942 alle Bewohner sowie einige der Mitarbeiter und ihrer Familien nach Theresienstadt deportiert. Nur eine einzige Bewohnerin des Unnaer Heims überlebte den Holocaust.  Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. So auch im September entlang der Mauer des Bonifatiusheimes. Inzwischen liegen ca. 32.000 Stolpersteine in über 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas.

Spende für die Stolpersteinaktion (je Stein entstehen Kosten in Höhe von 120 Euro):
Kontonummer 81000 bei der Sparkasse Unna, BLZ 44350060, Stichwort "Stolpersteinaktion September"ds