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Die Kirche wurde nach Grundsteinlegung am 28. Juni 1953 und tatkräftiger Mithilfe während der Bauzeit am 1. Advent 1955 eingeweiht. Im Jahr 2013 wurde eine durch einen Raumteiler geschützte Gedenkkapelle eingerichtet und ein Durchgang zum Gemeindehaus errichtet. An der Wand neben dem Altarraum zeigt ein Putzschnitt den „Sinkenden Petrus“. Die Orgel ist eine Steinmann-Orgel von 1978 . Drei Glocken rufen die Gemeinde zum Gebet und Gottesdienst. Sie tragen die Aufschriften: „Er ist unser Friede“, „Land, Land, Land höre des Herrn Wort!“ und „Ehre sein Gott in der Höhe“ .

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Archiv

27. Januar 2011

Ausflugsziel Johanneskirche Frömern

Haarstrangdorf lockt mit alter Kirche und schönen Wanderwegen FRÖMERN.  Das hübsche Haarstrangdorf Frömern hat schon manche Durchreisende zum Verweilen einladen können. Und auch als Zielort für Tagesausflüge westfälischer Frauenhilfen oder anderen Vereinigungen genießt Frömern zu Recht einen guten Ruf. Unter den schönsten 20 Wanderwegen zwischen Ruhr und Lippe fehlt "Rund um Frömern" nicht. Ein rühriger Heimatverein bietet zudem geführte Touren durchs Dorf an, um etwa alten Hofformen nachzuspüren. Dass solche Annäherung inzwischen auch mit einer Erkundung der evangelischen Dorfkirche, der Johanneskirche, gekrönt werden kann. ist das besondere Verdienst von Ingenieur Alfred Leider, seit über 30 Jahren in der Dorfmitte ansässig. Seine vielfältige Mitarbeit in der Gemeinde ergänzte Leider vor einigen Jahren mit der Ausbildung zum Kirchenführer, die die Erwachsenenbildung der evangelischen Landeskirche in Dortmund anbot. "Unsere Johanneskirche, 1877 wiedererbaut, ist typisch für eine evangelische Wort-Kirche!", hebt der junge Pensionär ein Charakteristikum des Gotteshauses hervor. Das ist auch schon äußerlich erkenntlich in bekannten Bibelwort-Aufschriften im Kirchen-Inneren; beim Verlassen des Sakralraums stößt der Besucher noch auf "Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren." Der 18 Meter hohe romanische Turmstumpf, vor 900 Jahren bereits errichtet, zeigt an, wie alt die Vorgänger-Gotteshäuser waren. Alfred Leider schildert plastisch, wie um 1870 die Decken-Schäden zunahmen und die Kirchgänger bedrohten, so dass ein Neubau unumgänglich wurde. In kluger Anpassung an den Turm wählte man den "preußischen Rundbogen-Stil", also eine neu-romanische Variante gegenüber sonst dominierenden neu-gothischen Kirchenbauten. Alfred Leider kann Wünsche der Besuchergruppen dank seines Sonder-Studiums in verschiedene Richtungen erfüllen: "Steine, Monumente und Mauern sprechen zu uns" und  "Typisch evangelisch", sind neben einer rein kunstgeschichtlichen Führung eigene, auch spirituell ausgerichtete Schwerpunkte. Dann können "Engel" in den Vordergrund rücken, wie auch "Wasser und Taufe". Wo die Landeskirche dem Taufen 2011 besondere Aufmerksamkeit schenkt, bildet sich der theologisch hochinteressierte Ingenieur im Frühjahr auch auf diesem Sektor fort. Dass das benachbarte Kessebüren zum Kirchspiel gehört, brachte der Johanneskirche ein besonderes Kunstwerk ein: der dort über Jahrzehnte wirksame Ernst Oldenburg platzierte Kreuzweg-Stationen im Altar-Halbrund. Und über "Vom Steinen in Frömern" und die zugehörige Grab-Platte gerät man in Jahrhunderte neuerer Kirchengeschichte, die durch sieben Pastoren-Generationen „Vom Steinen" (so heißt heute auch die Hauptstrasse) vor Ort wesentlich geprägt wurden. Da staunte gar eine Dortmunder Wandergruppe der Gewerkschaft "Verdi" unlängst nicht schlecht, was Frömern außer schöner Natur und guter Gastronomie zu bieten hat. Apropos: neben dem "Landhaus Püttmann" am Bahnhof bedarf das "Haus Haeseler", gleich unterhalb der Kirche, besonderer Erwähnung, weil diese Gaststätte seit einigen Jahren als "Integrationsbetrieb" auch sozialpolitisch einen Pluspunkt ins Haarstrangdorf gesetzt hat. Wer sich mit seiner Gruppe nach Frömern aufmachen möchte, kann neben dem Gemeindeamt und Pfarrer Gisbert Biermann auch direkt Alfred Leider (02378/4029) oder den Heimatverein-Vorsitzenden und Presbyter Heinrich Lange (02378/2811) ansprechen.Ulrich Knies