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Ev. Kirche in Lünern: Aus der Entstehungszeit der Evangelischen Kirche in Lünern sind keine schriftlichen Quellen überliefert. Eine exakte Datierung ist deshalb nicht möglich. Anhand der Bausubstanz und des Baustils lassen sich aber die ältesten Bauelemente dem 12. Jahrhundert und damit der romanischen Epoche zuordnen. Bei näherer Betrachtung lassen sich die wichtigsten Bauphasen am Bauwerk selbst ablesen. Die einschiffige Kirche wurde aus grünem Sandstein gebaut. Wie viele Kirchen ist sie geostet, so dass die Längsachsen in West-Ost Richtung verläuft. Betritt man durch den Haupteingang das Kircheninnere, wird der Blick unweigerlich auf den reich vergoldeten Schnitzaltar in der Chorapsis gelenkt. Mit einer Höhe von ungefähr vier Metern und einer jetzigen Breite von drei Metern beherrscht er den Chorraum. Der stets geöffnete Turmraum gibt durch eine Glastür den Blick auf das Innere der Kirche frei.

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Archiv

18. August 2010

Bildungsverantwortung mit Bauchschmerzen

FRÖNDENBERG.   Wenn ein Winzling von unter drei Jahren schon in den Kindergarten gehen soll, ist das mit dem "Gehen" meist noch gar nicht so lange her, und der Knirps braucht eine sorgsame Sonderbetreuung. So müssen derart kleine Kinder etwa die Möglichkeit haben, ein Mittagsschläfchen zu halten, erinnert die Ev. Kirchengemeinde Fröndenberg und Bausenhagen an ihren schwierigen Beschluss zum Ausbau ihrer U3-Betreuung: Denn damit tat sich das Presbyterium bei der letztgültigen Entscheidung trotz definitiv erkannter Notwendigkeit schwer. Den Grund nennt Pfarrer Hartmut Görler im aktuellen Gemeindebrief anhand nüchterner Zahlen: Zwar werden Zuschüsse für die notwendigen Umbauten der beiden Kindergärten (Matthias-Claudius und Kita "Oase") großzügig von Bund und Land bezuschusst. Aber - und jetzt kommt der Haken, an dem auch der Presbyteriumsbeschluss buchstäblich "hakte": Das satte Zubrot ist an gleich 20-jährige Zweckbindung gekoppelt. 20 Jahre sind eine lange Zeit und können untragbar lang werden, wenn etwa die Gemeinde zwischenzeitlich in eine Finanzklemme gerät und eine der beiden Betreuungseinrichtungen schließen muss. Dasselbe kann aufgrund der schwindenden Kinderzahlen passieren, merkt Görler an. Und dann steht die Gemeinde da mit zwei prächtig ausgebauten und ausgestatteten Kindergärten und braucht sie gar nicht mehr. "In der Tat kann heute niemand mit Gewissheit sagen, wie viele Kinder in den nächsten Jahren geboren werden und einen Kindergartenplatz benötigen." Dennoch hat die Kirchengemeinde ihr Ja zum Ausbau gegeben: "Wir bekennen uns damit zur Bildungsverantwortung der Kirche und zur evangelischen Arbeit mit Kindern und Familien." In der "Oase" können künftig 16 unter Dreijährige behaglich ihr Mittagsschläfchen halten (Umbaukosten 320.000 Euro, bewilligt: 288.000 Euro), sechs Plätze richtet Matthias-Claudius ein (120.000/gefördert 108.000 Euro).Silvia Rinke