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Stadtkirche Unna: Von welcher Seite man sich der Kreisstadt Unna auch nähert, immer hat man einen Blick auf das prägende Wahrzeichen der Stadt Unna - die Ev. Stadtkirche. Eine Kirche mitten in der Stadt, gleich neben dem Alten Markt. Eine gotische Hallenkirche von schlichter Schönheit und Eleganz. Das dreijochige Langhaus wurde vermutlich nach 1322 errichtet, der Chor nach Weiheinschrift 1389 begonnen und 1396 vollendet. Der mächtige Westturm, der in das Mittelschiff einbezogen ist und in Mauerstärke aus der Westfront hervortritt, wurde 1407 bis 1467 erbaut. Der Turmhelm wurde mehrfach zerstört, er erhielt seine jetzige Gestalt 1863. Seit 2018 ist die Kirche hinter einem Gerüst verborgen: aufwendige Renovierungen machen dies nötig.

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18. August 2010

Bildungsverantwortung mit Bauchschmerzen

FRÖNDENBERG.   Wenn ein Winzling von unter drei Jahren schon in den Kindergarten gehen soll, ist das mit dem "Gehen" meist noch gar nicht so lange her, und der Knirps braucht eine sorgsame Sonderbetreuung. So müssen derart kleine Kinder etwa die Möglichkeit haben, ein Mittagsschläfchen zu halten, erinnert die Ev. Kirchengemeinde Fröndenberg und Bausenhagen an ihren schwierigen Beschluss zum Ausbau ihrer U3-Betreuung: Denn damit tat sich das Presbyterium bei der letztgültigen Entscheidung trotz definitiv erkannter Notwendigkeit schwer. Den Grund nennt Pfarrer Hartmut Görler im aktuellen Gemeindebrief anhand nüchterner Zahlen: Zwar werden Zuschüsse für die notwendigen Umbauten der beiden Kindergärten (Matthias-Claudius und Kita "Oase") großzügig von Bund und Land bezuschusst. Aber - und jetzt kommt der Haken, an dem auch der Presbyteriumsbeschluss buchstäblich "hakte": Das satte Zubrot ist an gleich 20-jährige Zweckbindung gekoppelt. 20 Jahre sind eine lange Zeit und können untragbar lang werden, wenn etwa die Gemeinde zwischenzeitlich in eine Finanzklemme gerät und eine der beiden Betreuungseinrichtungen schließen muss. Dasselbe kann aufgrund der schwindenden Kinderzahlen passieren, merkt Görler an. Und dann steht die Gemeinde da mit zwei prächtig ausgebauten und ausgestatteten Kindergärten und braucht sie gar nicht mehr. "In der Tat kann heute niemand mit Gewissheit sagen, wie viele Kinder in den nächsten Jahren geboren werden und einen Kindergartenplatz benötigen." Dennoch hat die Kirchengemeinde ihr Ja zum Ausbau gegeben: "Wir bekennen uns damit zur Bildungsverantwortung der Kirche und zur evangelischen Arbeit mit Kindern und Familien." In der "Oase" können künftig 16 unter Dreijährige behaglich ihr Mittagsschläfchen halten (Umbaukosten 320.000 Euro, bewilligt: 288.000 Euro), sechs Plätze richtet Matthias-Claudius ein (120.000/gefördert 108.000 Euro).Silvia Rinke