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Ev. Kirche Heeren-Werve Die Anfänge der denkmalgeschützten Dorfkirche liegen im 14. Jahrhundert. Besonders auffällig sind die „Heerener Giganten“, zwei Skulpturen im Seitenschiff, die der hiesige Künstler Dietrich Worbs aus wuchtigen Baumstämmen gestaltet hat („Familie in Gottes Hand“ sowie sieben biblische Szenen in einem Stamm). Von der bewegten Geschichte der Kirche erzählen u. a. die Totenschilder der Kirchenpatrone (bis 1950 Patronatskirche der Grafen von der Recke bzw. von Plettenberg), die Kopfkonsolen als Gewölbestützen sowie das bis heute einwandfrei funktionierende Uhrwerk der Kirchturmuhr von 1910. Sehenswert sind auch die Chorraumfenster mit Motiven aus der Weihnachts-, Oster- und Pfingstgeschichten. Musikinteressierte mögen sich an der Walcker-Orgel erfreuen, die vom weltberühmten Organisten Wilhelm Middelschulte und seiner Familie 1910 gestiftet wurde.

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23. Mai 2010

23.5. Nacht der Offenen Kirchen "Gott in den Charts"

Pfingstsonntag, 23.05.2010 um 21 Uhr in  Christuskirche Rünthe (Eintritt frei) BERGKAMEN-RÜNTHE.    Nach dem Poporatorium "Die10 Gebote" und dem unplugged Coverkonzert "Leisestärke" unternimmt die Ev. Martin-Luther-Kirchengemeinde Bergkamen einen erneuten Ausflug in den Bereich der Popmusik. Bei der westfalenweiten "Nacht der offenen Kirchen" präsentiert sie ein Coverkonzert in der Christuskirche Rünthe mit Bands und Interpreten aus dem Bergkamener und Dortmunder Raum. Mit von der Partie sind die bekannte Bergkamener Größen Yellow Express und Wooden Music. Dazu kommen Frank Riemer, Friederike Boguslawski, Annika Dörholt, Andrea Neumann, die Band X-mess sowie die Gitarrengruppe Oberaden. Für einige Songs, die nicht gecovert werden gestaltet Benedikt Claus optische Präsentationen. Einige Bands betreten Neuland, X-mess zum Beispiel hat bislang den Projektchor der Ev. Kirchengemeinde zu Weihnachten und bei dem Konzert "Leisestärke" begleitet. Erstmalig zeigen die jungen Musiker nun ihr Können als eigenständige Band und nicht nur als Begleitcombo. Auch die Gitarrengruppe der Kirchengemeinde, sonst eher mit neuen geistlichen Liedern befasst, setzt sich mit Popmusik auseinander. Insgesamt wird Musik aus vielen Jahrzehnten Hitparade und vielen Stilarten zu hören sein, von Liedermacher bis Rock ist alles drin.   Das Konzert in der Nacht des Pfingstsonntags steht unter dem Titel "Gott in den Charts". Gespielt werden aber keine Kirchenlieder, sondern Hitparadensongs. Normalerweise vermutet man, dass Gott und populäre Hits nicht zusammenpassen. Dass dies ein Vorurteil ist, soll das Konzert zeigen. Gecovert werden Songs von bekannten Größen wie Eric Clapton, Genesis, Creed, Bob Dylan, Leonard Cohen, George Harrison, Cat Stevens und vielen anderen, auch Lieder aus bekannten Musicals. Natürlich gibt es auch Kirchenlieder, die es in die Hitparade geschafft haben. Bei einem a capella "Amazing Grace" ist mit Sicherheit Gänsehaut garantiert. Große Gefühle bei Liedern, die bei vielen Menschen zum Soundtrack ihres Lebens gehören sind ausdrücklich erwünscht. Es sollen aber gleichzeitig Zugänge zu den Texten geschaffen werden. Wohl nicht jedem ist klar dass "Turn, turn, turn" von Pete Seeger, das durch die Byrds zu einem Riesenhit wurde, einen Bibelabschnitt zur Grundlage hat. Die Songwriter und Interpreten sollen nicht kirchlich vereinnahmt werden. Pfr. Chudaska ist aber fest davon überzeugt, dass viele Songs gute Impulse geben können: "Z.B " What if god was one of us", "Was wäre, wenn Gott einer von uns war?", das ist eine Frage, über die es sich sehr lohnt nachzudenken. Und auch Songs, die kritisch mit dem Glauben umgehen, sind es wert, gehört zu werden.   Die Entstehung des Programms hat auch eine eigene Geschichte. Pfr. Chudaska hat eine Liste vorgestellt mit Songs, die möglich wären. Die beteiligten Musiker und Musikerinnen haben sich auf einige Songs eingelassen, aber auch selber viele neue Impulse gesetzt und eingebracht.   In der Natur eines Coverkonzerts liegt es, dass Songs aus der Vergangenheit präsentiert werden, die in die Popgeschichte eingegangen sind. Pfr. Reinhard Chudaska ist aber überzeugt: "Die Geschichte von Gott in den Charts ist noch lange nicht beendet". Die Zukunft wird noch eine Menge neuer Songs hinzufügen.   Auch so hätte das Material locker für mehrere gute Konzerte gereicht. Es gibt eine Auswahl, die jedoch mit Leichtigkeit dafür sorgt, dass die Pfingstnacht am 23. Mai zu recht den Namen "Nacht" der offenen Kirche tragen wird. Der Beginn um 21.00 Uhr mit der Absicht so festgelegt, dass auch die Beleuchtungseffekte im Kirchraum und auf der Bühne gut zur Geltung kommen können. Und für mehrere Stunden reichlich guter Musik ist gesorgt.   Noch eine gute Nachricht. Weil es sich um ein Programm im Rahmen einer westfalenweiten kirchlichen Aktion handelt, ist der Eintritt frei. Für das leibliche Wohl wird selbstverständlich auch gesorgt.  T. Nisipeanu