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Pauluskirche Kamen: Von der romanischen Vorgängerkirche vom zwölften Jahrhundert ist noch der wuchtige Westturm mit seinem geneigten Helm erhalten - der "schiefe Turm" ist weithin erkennbares Wahrzeichen der Stadt. Der heutige stattliche, klassizistische Saalbau mit eingezogenem 5/8 Chor wurde von 1844 bis 1849 nach den Plänen des Baurates Buchholz aus Soest errichtet. Im Innenraum tragen verkleidete Pfeiler drei Emporen, die auch den Balkenunterzug der flachen Holzdecke und den Dachstuhl stützen. Die Holzdecke wurde 1897 in drei Felder aufgeteilt und neu verbrettert

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27. April 2010

Rünther Konfirmanden ohne Berührungsängste

"Seniorenglück":
Senioren im Rollstuhl besuchten jungen Leute im Rünther Haus der Mitte RÜNTHE.   Theorie und Praxis gingen am Samstag Hand in Hand. 25 Konfirmandinnen und Konfirmanden, die im nächsten Jahr zum ersten Mal das Abendmahl empfangen werden, bekamen Besuch von fünf Seniorinnen und Senioren aus dem Rünther Seniorenheim "Seniorenglück". Es war eine Kooperation zwischen Seniorenheim und Martin-Luther-Kirchengemeinde. Bereits zum 8. Mal arrangierten Angelika Chur, Sozialdienstleiterin des Rünther Seniorenstifts und Bärbel Kuhlmann vom Presbyterium das Treffen zwischen "jung und alt". Den jugendlichen Teilnehmern erklärte Angelika Chur zunächst die Lebensbedingungen der älteren Menschen, die zum Teil angewiesen sind auf fremde Hilfe, um die Konfirmandinnen und Konfirmanden auf die menschlichen Belange und Bedürfnisse älterer Mitbürger zunächst einmal zu sensibilisieren. Ausführlich erklärte Chur nicht nur das Alltagsleben in einem der zahlreichen Seniorenheime, sondern erzählte der jungen Generation auch über ihre persönliche Arbeit und ihre Erfahrungen mit den Senioren. Schnell war das Interesse bei den Konfirmanden geweckt, die, neugierig geworden, auch nicht nachließen, als Referent Marco Pfaff, Mitarbeiter eines in Rünthe ansässigen Pflegedienstes, über die Symptomatik und den Umgang von Altersdemenz sprach. "Wir wollen junge Menschen an soziales Lernen heranführen", erklärten Angelika Chur und Bärbel Kuhlmann die Absicht des generationsübergreifenden Projektes. Ein Erlebnis war es jedoch nicht nur für die Teilnehmer der jungen Generation, sondern auch für die fünf Senioren, die allesamt mit dem Rollstuhl zum Haus der Mitte gefahren worden waren. Auf dem Außengelände ging es dann an den praktischen Part: Jeder Jugendliche durfte einmal einen Menschen im Rollstuhl einige Meter fahren. Welch schwere Arbeit es darstellt, bekamen die Teenager dann sehr schnell vermittelt. Angelika Chur erläuterte zum einen den technischen Umgang mit den mobilen Hilfsmitteln, aber auch die Art und Weise, wie die Kommunikation für Seniorinnen und Senioren am angenehmsten ist. Geübt wurde die Kommunikation in einem Rollenspiel, das die rüstigen Senioren zu einem oft heiteren Schmunzeln veranlasste. Andreas Krüger