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Ev. Kirche in Lünern: Aus der Entstehungszeit der Evangelischen Kirche in Lünern sind keine schriftlichen Quellen überliefert. Eine exakte Datierung ist deshalb nicht möglich. Anhand der Bausubstanz und des Baustils lassen sich aber die ältesten Bauelemente dem 12. Jahrhundert und damit der romanischen Epoche zuordnen. Bei näherer Betrachtung lassen sich die wichtigsten Bauphasen am Bauwerk selbst ablesen. Die einschiffige Kirche wurde aus grünem Sandstein gebaut. Wie viele Kirchen ist sie geostet, so dass die Längsachsen in West-Ost Richtung verläuft. Betritt man durch den Haupteingang das Kircheninnere, wird der Blick unweigerlich auf den reich vergoldeten Schnitzaltar in der Chorapsis gelenkt. Mit einer Höhe von ungefähr vier Metern und einer jetzigen Breite von drei Metern beherrscht er den Chorraum. Der stets geöffnete Turmraum gibt durch eine Glastür den Blick auf das Innere der Kirche frei.

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Archiv

26. November 2009

Abschied nach fast 20 Jahren

UNNA.  Mit ihrem 18. Jahresbericht als Vorsitzende des Bezirksverbandes der Frauenhilfen im Kirchenkreis Unna legte Annemarie Hübbe jetzt bei der Mitgliederversammlung im Jona-Haus in Unna die "Regie" in die jüngeren Hände von Renate Krämer (Frömern) und Christiane von Postel (Holzwickede). ´"Nach fast 20-jähriger Leitung darf sie das auch tun", meinte Renate Krämer aus Frömern augenzwinkernd. "Aber wir verteilen die große Fülle der Aufgaben jetzt auf mehrere Schultern und bilden ein Leitungsteam!", sorgten die einstimmig von der Mitgliederversammlung berufenen Renate Krämer und Christiane von Postel zudem für eine Frauenhilfe-Premiere. Nach außen hin wird Renate Krämer dem immerhin zweitgrößten Bezirksverband in der westfälischen Landeskirche "ein Gesicht" geben. "Voller Dankbarkeit und großer Freude - aber auch mit einem Quäntchen Wehmut" schaue sie auf diese Jahre im Bezirksverband zurück, zeigte sich die am 31. Dezember ausscheidende Vorsitzende Annemarie Hübbe berührt. Als Nachfolgerin der im März verstorbenen Pastorin Marianne Kiefer, die das verantwortungsvolle Amt weit über 10 Jahre bekleidete, wurde Annemarie Hübbe im November 1990 neue Vorsitzende des Bezirksverbandes. Eine "absolut christliche Einstellung", "Leitungsqualitäten" und "Durchsetzungsvermögen" waren angesagt, erinnert sich Hübbe an eine sehr "hoch gelegte Messlatte" für Bewerberinnen. Dazu habe sie auch "kein blaues Blut" wie etliche ihrer Vorgängerinnen der ersten Stunde, nicht einmal den Titel einer "ehrwürdigen Pfarrfrau" trug sie. "Ich war nur eine von den Frauen der Frauenhilfe, eine Hausfrau und eine Kirchenfrau", schmunzelt die Holzwickederin. Sie wurde gewählt und niemand hat sie je gefragt, ob sie all den Aufgaben überhaupt gewachsen sei. "Es war wie ein Sprung vom 5-Meter-Brett - man musste nur heil unten ankommen und weiter schwimmen." Gut 6.000 Mitglieder, hoch motivierte Vorstände und überfüllte Gemeindehäuser an den Frauenhilfsnachmittagen fand Annemarie Hübbe damals vor. Langsam und behutsam wurde in den vergangenen 19 Jahren unter ihrer Leitung die Frauenhilfe im Kirchenkreis Unna neu aufgestellt und modernisiert. Die Gemeindegruppen sollten als Basis aller Arbeit die Profiteure der neuen Gestaltung sein. Zu den Relikten von "ehemals" gehörten natürlich "handgeschriebene" Programme, Berichte und Einladungen. Mit einer modernen Schreibmaschine - elektrisch mit Korrekturtaste - begab Annemarie Hübbe sich daran, die Arbeit auch an dieser Stelle zu modernisieren. "Das gute Stück hielt 10 Jahre, dann war die Kraft erschöpft und die Tasten ausgeleiert", lacht sie. Dafür hielten PC, Drucker und Internet Einzug bei der Vorsitzenden. Drei große Jubiläumsfeste, 17 Tagungen zum Jahresthema, 11 Studienwochen, 18 Mitgliederversammlungen und 125 Vorstandssitzungen reihten sich in ihrer Amtszeit aneinander. "Eine lange Zeit intensiver Arbeit ist zu Ende gegangen", zog die Vorsitzende Fazit. "Es wird gut - vielleicht ein wenig anders - weitergehen mit unserer alten Frauenhilfe und ihren Aufgabenbereichen!", bedankte sich Annemarie Hübbe bei den Frauen im bis auf den letzten Platz besetzten Jona-Haus für alle gute Zusammenarbeit und das große Vertrauen. Tonino Nisipeanu