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Die Johanneskirche in Frömern ist eine der ältesten Kirchen im Kirchenkreis: der Westturm stammt noch vom ersten nachweisbaren Kirchenbau aus romanischer Zeit (12. Jahrhundert). Um die Mitte des 13. Jahrhunderts erhielt die Turmhalle eine 60 cm starke Kuppel mit längsrechteckigem Grundriß. Bei der ursprünglichen romanischen Kirche handelte es sich um einen einschiffigen, zweijochigen Saalbau (7,88 x 12,76 Meter) mit halbrunder Apsis, wie man bei Grabungen während des Neubaus im 19. Jahrhundert feststellte. Die erhöht liegende Kirche war von einem Friedhof umgeben, der 1682 eine umlaufende Mauer besaß. Die Mauer und die meisten Grabsteine sind heute entfernt. Das Turmportal wurde 1876 beim Neubau vollständig erneuert. Nach dem Turmbrand 1761 bei der Schlacht von Vellinghausen wurde ein neuer spitzer 25,50 m hoher Turmhelm errichtet und die zwei über Eck gestellten Strebepfeiler hinzugefügt.

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23. Juni 2009

"Von wegen nix zu machen" - Wahlprüfsteine und Aktion gegen Kinderarmut

Zwei nue Bausteine gegen Kinderarmut: Pfr. Herbert Ritter, Sup. Annette Muhr-Nelson, Diakon Dietrich Schneider, Pfr. Helge Hohmann

Im Rahmen seines Engagements gegen Kinderarmut hat der Kirchenkreis Unna zwei neue Bausteine vorgestellt: Unter dem Dach der Kampagne der EKvW "Lasst uns nicht hängen" wurde auf der Synode des Kirchenkreises am 17.6. die Aktion "Von wegen nix zu machen" gegen die Bildungsarmut von Kindern gestartet. Denn oft können Kinder nicht mit Schulmaterial ausgestattet werden: Stifte, Farbkasten, Zirkel und Turnzeug sind teuer.
Kirchengemeinden sind aufgerufen, einen Beitrag aus ihrem Klingelbeutel, aus ihren Diakoniemitteln für ihre Kindertagesstätten und Offenen Ganztagsschulen zur Verfügung zur stellen. Damit soll unbürokratisch vor Ort armen Kindern geholfen werden. Dieser Beitrag wird in den nächsten drei Jahren verdreifacht: Denn im Folgejahr wird genau dieser Beitrag noch einmal aus Mitteln der Aktion Lichtblicke zur Verfügung gestellt. Im dritten Jahr bringt der Kirchenkreis nocheinmal den gleichen Betrag ein. "Nachhaltigkeit ist hier wichtig," weiß Pfr. Herbert Ritter aus Heeren-Werve.
Die Erzieherinnen aus Kindertagesstätten und Offenen Ganztagsschulen wissen, welche Familien diese Unterstützung benötigen. Dabei fließt kein Bargeld, sondern die Einrichtungen halten selber Vorräte an entsprechendem Material vor. Oder es werden Konten bei Fachgeschäften vor Ort für bestimmte Familien und Artikel eröffnet.
Wer sich beteiligen möchte, kann sich bei der örtlichen Kirchengemeinde melden oder eine Spende auf dieses Konto überweisen:
Stichwort: "Kapagne gegen Kinderarmut", Kto 1735 bei der Sparkasse Unna (BLZ 443 500 60)
"Konkrete Hilfe darf die politischen Rahmenbedingungen nicht aus dem Blick verlieren," betont Pfr. Helge Hohmann, Vorsitzender des kreiskirchlichen Sozialausschusses. So hat dieses Gremium Wahlprüfsteine für die Kommunalwahl 2009 erarbeitet. Dabei geht es um die Frage "Was tun die Parteien der Städte und Gemeinden im Kreis Unna konkret gegen Kinderarmut?" Die Wahlprüfsteine finden Sie hier. Gudrun Mawick