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Ev. Kirche in Lünern: Aus der Entstehungszeit der Evangelischen Kirche in Lünern sind keine schriftlichen Quellen überliefert. Eine exakte Datierung ist deshalb nicht möglich. Anhand der Bausubstanz und des Baustils lassen sich aber die ältesten Bauelemente dem 12. Jahrhundert und damit der romanischen Epoche zuordnen. Bei näherer Betrachtung lassen sich die wichtigsten Bauphasen am Bauwerk selbst ablesen. Die einschiffige Kirche wurde aus grünem Sandstein gebaut. Wie viele Kirchen ist sie geostet, so dass die Längsachsen in West-Ost Richtung verläuft. Betritt man durch den Haupteingang das Kircheninnere, wird der Blick unweigerlich auf den reich vergoldeten Schnitzaltar in der Chorapsis gelenkt. Mit einer Höhe von ungefähr vier Metern und einer jetzigen Breite von drei Metern beherrscht er den Chorraum. Der stets geöffnete Turmraum gibt durch eine Glastür den Blick auf das Innere der Kirche frei.

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Archiv

23. Dezember 2008

"Gebt der Erinnerung Namen!"

"Stolpersteine" - auch in Unna UNNA.  Kamen erhielt schon vor einigen Monaten "Stolpersteine" vor die Wohnhäuser ehemaliger jüdischer Mitbürger. In Fröndenberg half ein Arbeitskreis um Pfarrer Achim Heckel, derartige Spuren zu sichern und in Form von Stolpersteinen der Nachwelt zu erhalten. Bundesweit verlegt der Kölner Künstler Gunter Demnig solche von ihm entworfene Metall-Gedenk-Steine ins lokale Pflaster. In Unna ist Demnig dieser Tage zum zweiten Mal aktiv. Am Markt Nr. 7 erinnern nun drei Stolpersteine an die Familie Marx und vier an die die Familie Wolff, am Nordring Nr. 12 an den beliebten Arzt Dr. Max Mond und seine Familie. die sämtlich Opfer der KZ-Diktatur wurden. "Gebt der Erinnerung Namen", hatte der bekannte jüdisch-amerikanische Historiker Saul Friedländer gefordert, als er mit dem "Geschwister-Scholl"-Preis ausgezeichnet wurde. Schülerinnen der gleichnamigen Unnaer .Schule verlasen mit ihrem Religions- und Deutschlehrer Edzard Krückeberg während Demnigs Arbeit auf dem Markt-Pflaster Auszüge der bemerkenswerten Friedländer-Rede: "Könnte man sich nicht vorstellen, dass in Zukunft Kinder, die vor einem solchen Mahnmal innehielten, sich nicht nur nach den Toten und dem 'Warum?' erkundigten, sondern auch danach fragten, ob es Deutsche gab, die versuchten zu helfen, zu opponieren, Widerstand zu leisten?" Im Mai 2009 sollen weitere Stolpersteine an Markt Nr. 10 gesetzt werden, wo einst das Schuhgeschäft Löhnberg "arisiert" wurde. Stadtarchivar Thomas Wardenga (02303/103727) bittet die Bürger, Erinnerungen an die Familie Löhnberg zur Verfügung zu stellen. Seine zweite Bitte: jeder Stolperstein erzeugt Kosten von 95 Euro und die sollen weiterhin als Bürgerengagement gespendet werden.Ulrich Knies