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Paul-Gerhardt-Kirche Bereits im Jahr 1964 war der Wunsch nach einer eigenen Kirche groß, ein Kirchbauverein sammelte fleißig und in der ersten Sitzung des Presbyteriums dieser Gemeinde wird beschlossen, eine eigene Kirche zu bauen: Im Herbst 1968 kamen die ersten Bagger, am 26.4.1970 wurde Kirchweihfest gefeiert. Die Kirche wurde auch als Garnisonskirche für die nahe liegende Glück-auf-Kaserne erbaut. Im Kirchenraum fällt zuerst der komplett aus Sandstein gefertigte Innenraum auf. Der Architekt Werner Johannsen hat einen quadratischen Grundriss gewählt. Eingangsportal, Kreuz, Altar und Taufbecken wurden von dem Bildhauer Heinz Heiber aus Nürnberg gestaltet. Besonderer Blickfang ist hier das Kreuz, dass mit 4 Metern Höhe zentraler Ort in Chorraum ist. Beleuchtet wird die Kirche durch die Kirchenfenster vom Bremer Glasmaler Heinz Lilienthal. In jede Himmelsrichtung ist ein großes Fenster vom Boden bis zum Dach, so dass zu jeder Tageszeit Sonnenlicht in bunten Farben in die Kirche fällt.

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Archiv

24. Dezember 2008

Weihnachtsbotschaft 2009

Neulich war ich mit meinem Patenkind in der Bochumer Sternwarte. Auf dem Rückweg haben wir uns die Frage gestellt, was der Name eigentlich bedeutet. "Sternwarte" - Wartet man dort vielleicht angestrengt und gespannt darauf, beim Betrachten des Himmelszelts eine herabfallende Sternschnuppe zu entdecken? Das hätte ja was. Einen Wunsch hat man frei, wenn man eine entdeckt, heißt es.
- Oder wird in einer Sternwarte das Himmelszelt gewartet? Auch das eine nette Assoziation. Sind noch alle Sterne an ihrem Platz? Hat alles noch seine himmlische Ordnung? Der Wechsel der Jahreszeiten, die Gezeiten und Gestirne. Ist auf das alles noch Verlass? Sterndeuter wissen von dieser wundersamen großen kosmischen Ordnung, die ihren guten Einfluss hat auf unseren Mikrokosmos. Der Evangelist Matthäus kannte sich da wohl auch aus. Seine Version der Weihnachtsgeschichte jedenfalls erzählt von den Weisen aus dem Morgenland, die einen neuen Stern am Himmelszelt entdeckt haben.
Da ist die alte Ordnung durcheinandergeraten. Etwas Neues beginnt. Ein neues Zeitalter bricht an. König Herodes ist aufs äußerste beunruhigt. Zu Recht, denn seine Macht ist äußerst begrenzt.  Das Macht der Herren der Welt ist gebrochen. Das ist bis heute die befreiende Weihnachtsbotschaft. Kein neuer Star ist geboren und auch kein Herrscher von dieser Welt, sondern Gottes Sohn. Mit ihm kommt nicht Glitter und Glimmer in die Welt, sondern himmlisches Licht, das die Finsternis erhellt. So kommt der Himmel auf die Erde und ein neues Zeitalter bricht an. Das Zeitalter von Gottes Nähe zu den Menschen.
Wir warten, dass der Himmel die Erde berührt, und wir "warten" unser Leben. Dass dieses beides an Weihnachten und zum Jahreswechsel bei Ihnen geschieht, wünsche ich Ihnen. In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr! Ihre Annette Muhr-Nelson, Superintendentin des Kirchenkreises Unna