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Paul-Gerhardt-Kirche Bereits im Jahr 1964 war der Wunsch nach einer eigenen Kirche groß, ein Kirchbauverein sammelte fleißig und in der ersten Sitzung des Presbyteriums dieser Gemeinde wird beschlossen, eine eigene Kirche zu bauen: Im Herbst 1968 kamen die ersten Bagger, am 26.4.1970 wurde Kirchweihfest gefeiert. Die Kirche wurde auch als Garnisonskirche für die nahe liegende Glück-auf-Kaserne erbaut. Im Kirchenraum fällt zuerst der komplett aus Sandstein gefertigte Innenraum auf. Der Architekt Werner Johannsen hat einen quadratischen Grundriss gewählt. Eingangsportal, Kreuz, Altar und Taufbecken wurden von dem Bildhauer Heinz Heiber aus Nürnberg gestaltet. Besonderer Blickfang ist hier das Kreuz, dass mit 4 Metern Höhe zentraler Ort in Chorraum ist. Beleuchtet wird die Kirche durch die Kirchenfenster vom Bremer Glasmaler Heinz Lilienthal. In jede Himmelsrichtung ist ein großes Fenster vom Boden bis zum Dach, so dass zu jeder Tageszeit Sonnenlicht in bunten Farben in die Kirche fällt.

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Archiv

22. September 2008

100 Jahre "tätige Nächstenliebe" in Holzwickede

Ev. Frauenhilfe feierte HOLZWICKEDE. Mit dem Fachreferat "Mitten im Leben -  Barmherzigkeit und Diakonie in der Frauenhilfe" endete jetzt die Festwoche zum 100-jährigen Jubiläum der evangelischen Frauenhilfe. Besinnliche Flötenmusik begrüßte die 50 Gäste im festlich gedeckten Gemeindehaus an der Goethestrasse in Holzwickede. Unter dem Motto "Frauenhilfe - mehr als Sie denken", feierte die Frauenhilfe Holzwickede ihr 100-jähriges Bestehen. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Annemarie Hübbe hielt Pfarrerin Claudia Brühl die Andacht. Es folgte ein Grußwort von Superintendentin Frau Annette Muhr-Nelson, die der Frauenhilfe neben einem Geldgeschenk einen Kerzenleuchter mitbrachte. Auch der Kirchmeister der Gemeinde, Herr  Imig, bedankte sich im Namen der Kirchengemeinde für 100 Jahre "tätige Nächstenliebe.". Nach einer kurzen Pause, in der ein kleiner Imbiss gereicht wurde, hielt Angelika Weigt-Blätgen, die leitende Pfarrerin des Landesverbandes der Ev. Frauenhilfe in Westfalen, das Fachreferat " Mitten im Leben -  Barmherzigkeit und Diakonie in der Frauenhilfe". In Ihren Ausführungen ging sie auch auf die Anfänge der Gründung von so genannten "Hülfevereinen" zurück. Galt das Engagement evangelischer Frauen zunächst den Armen und Kranken, den Waisen, Gefangenen und sozial gefährdeten Menschen sowie der Bildung von Frauen, wandelten sich im Laufe der Zeit die Arbeitsgebiete. Damals wie heute ist die gemeinsame Grundlage allen Handelns die Ausrichtung auf das Evangelium. Die Menschen unter Gottes Wort zu versammeln, aktive Gemeindearbeit zu leisten und die unmittelbare Hilfe am Nächsten - alles ist Diakonie. "Was ihr getan habt, einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan" (Mt.25,40) - das Leitwort der Frauenhilfe, aus dem sich die sieben Werke der Barmherzigkeit ableiten. Hier gewinnt vor allem das letzte Werk - die Totenbestattung - gerade in der heutigen Zeit wieder an Bedeutung.  "Es braucht wieder mehr herzliches Erbarmen, sich gerade den Sterbenden zuzuwenden, sie zu begleiten und der anonymen Bestattungskultur entgegenzutreten", so Angelika Weigt-Blätgen, zu einem der "modernen" Handlungsfelder der Frauenhilfe. Die Pfarrerin beendete ihre Ausführungen mit dem Wunsch an die Frauen, auch in Zukunft mutig herzliches Erbarmen zu praktizieren. Ch. v. Postel