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Ev. Kirche in Lünern: Aus der Entstehungszeit der Evangelischen Kirche in Lünern sind keine schriftlichen Quellen überliefert. Eine exakte Datierung ist deshalb nicht möglich. Anhand der Bausubstanz und des Baustils lassen sich aber die ältesten Bauelemente dem 12. Jahrhundert und damit der romanischen Epoche zuordnen. Bei näherer Betrachtung lassen sich die wichtigsten Bauphasen am Bauwerk selbst ablesen. Die einschiffige Kirche wurde aus grünem Sandstein gebaut. Wie viele Kirchen ist sie geostet, so dass die Längsachsen in West-Ost Richtung verläuft. Betritt man durch den Haupteingang das Kircheninnere, wird der Blick unweigerlich auf den reich vergoldeten Schnitzaltar in der Chorapsis gelenkt. Mit einer Höhe von ungefähr vier Metern und einer jetzigen Breite von drei Metern beherrscht er den Chorraum. Der stets geöffnete Turmraum gibt durch eine Glastür den Blick auf das Innere der Kirche frei.

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Archiv

30. Januar 2008

Ökumene an der Basis reift

Unna-Süd: Ökumenische "Zu-MUT-ungen" UNNA.   Auch wenn in kirchlichen Spitzengremien im abgelaufenen Jahr die Weichen nicht immer auf Intensivierung von Ökumene gestellt schienen, laufen die Kontakte zwischen Protestanten und Katholiken an der Unnaer Basis im allgemeinen gut. Drei Gemeinden in Unnas Süden setzen Bewährtes fort und schlagen neue Pflöcke ein. Die Billmericher Protestanten um Pfarrer Jochen Müller und Laienprediger Joachim Hosang, die Glaubensbrüder um das Jona-Haus der Gartenvorstadt mit Pfarrer Helmut Schwalbe und die katholische Martinsgemeinde unter Pfarrer Hans-Jürgen Schmitz haben zur traditionellen gemeinsamen Bibelwoche eingeladen. "Zu-MUT-ungen" heißt da das Stichwort, um an drei Abenden in wechselnden Gemeindehäusern Abschnitte aus dem Buch des Propheten Jeremia gemeinsam zu betrachten. "Was sind unsere Lebenslügen, und warum halten wir daran fest?", will man sich selbstkritisch fragen. Den gemeinsamen Abschluß bildet ein Gottesdienst in St. Martin.  Anfang März bricht "Unna-Süd" per Bus gen Soest auf, um mit der lokalen Ökumene-Gruppe Austausch zu pflegen. Mit Führungen in zwei der traditionsreichen Soester Innenstadt-Kirchen sollen weitere Impulse zum Dialog angestoßen werden. Im Mai wird der bekannte Unnaer Glaskünstler Wilhelm Buschulte zu Gast sein. Der betagte Katholik mit dem großen ökumenischen Herzen, der seine Laufbahn in St. Katharina begann, später St. Martin mit seinen Fensterwerken bereicherte, hat in den letzten Jahren die Fenster des Jona-Hauses gestaltet. Dort wird dann der Ausgangspunkt des Gesprächs mit dem auch theologisch versierten Gast sein. Auch auf den zweiten Ökumenischen Kirchentag will man sich in Unna-Süd rechtzeitig einstellen. Nach dem geglückten Anlauf von Berlin im Jahr 2003 wird es im Sommer 2010 in München die zweite Auflage geben - und da wollen die Unnaer sich nicht nur als reisende Konsumenten beteiligen.Ulrich Knies