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Paul-Gerhardt-Kirche Bereits im Jahr 1964 war der Wunsch nach einer eigenen Kirche groß, ein Kirchbauverein sammelte fleißig und in der ersten Sitzung des Presbyteriums dieser Gemeinde wird beschlossen, eine eigene Kirche zu bauen: Im Herbst 1968 kamen die ersten Bagger, am 26.4.1970 wurde Kirchweihfest gefeiert. Die Kirche wurde auch als Garnisonskirche für die nahe liegende Glück-auf-Kaserne erbaut. Im Kirchenraum fällt zuerst der komplett aus Sandstein gefertigte Innenraum auf. Der Architekt Werner Johannsen hat einen quadratischen Grundriss gewählt. Eingangsportal, Kreuz, Altar und Taufbecken wurden von dem Bildhauer Heinz Heiber aus Nürnberg gestaltet. Besonderer Blickfang ist hier das Kreuz, dass mit 4 Metern Höhe zentraler Ort in Chorraum ist. Beleuchtet wird die Kirche durch die Kirchenfenster vom Bremer Glasmaler Heinz Lilienthal. In jede Himmelsrichtung ist ein großes Fenster vom Boden bis zum Dach, so dass zu jeder Tageszeit Sonnenlicht in bunten Farben in die Kirche fällt.

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Archiv

05. November 2007

Helfen ist nicht altmodisch

Pralles Fest: 80 Jahre Ev. Frauenhilfe Uelzen-Mühlhausen UNNA -  Pralles Festprogramm der Frauenhilfe Uelzen-Mühlhausen zu ihrem 80. Geburtstag: um den Jubiläums-Gottesdienst herum gastierte vor vollem begeistertem Philipp-Nicolai-Haus in Uelzen das Dortmunder LiteraturTheater-Duo Indra Janorschke und Dario Weber mit ihrer 20er-Jahre-Revue "Ach, wie mich das aufregt!". Und am Sonntagnachmittag wies die Fässchen-Theatergruppe "Die Spätlesen" nicht nur mit ihrem Namen darauf, dass auch Senioren aktiv ins Kulturgeschehen eingreifen können. Der gemischte Gesangverein Uelzen-Mühlhausen bereicherte den Gottesdienst mit Beiträgen wie Bonhoeffers "Von guten Mächten wunderbar geborgen". Ein neues Image für das oft als altmodisch apostrophierte Bild von "Frauenhilfe"? Kosmetik allein darf es nicht sein, stimmten Gruppen-Vorsitzende Brigitte Westermann und die Bezirksvorsitzende der Frauenhilfen, Annemarie Hübbe aus Holzwickede, überein. "Sich lösen können aus erstarrten Formen", formulierte man im Fürbittengebet. In der Tat haben die evangelischen Frauen aus den Ostdörfern ein abwechslungsreiches Jahresprogramm mit modernen Akzenten. Zum Weltgebetstag wird das "Anti-Gewalt-Programm" ausführlich erörtert; mit der "Blumen-Kampagne" -  der Vermeidung kontinentweiter Handelswege -  stellt man sich in Mühlhausen-Uelzen direkt dem Globalisierungsthema. Reiseberichte führten zuletzt nach Costa Rica und Paraguay, "Pilgern" wurde mit Praktikerinnen erörtert. Trotzdem ist das "Helfen" nicht altmodisch geworden. Sei es bei der jährlichen Diakoniesammlung, sei es bei Bedarfsfällen in den Dörfern: die Frauen um Brigitte Westermann sind dann ebenso zur Stelle wie nebenan in Lünern die Kolleginnen mit Dorothea Theuerkauf und in Hemmerde um Doris Maas. Die Pastoren Anja Josefowitz und Holger Gießelmann machten in ihrer Dialogpredigt deutlich, wie schwer sich in der Praxis oft "Helfen und " darstelle, wenn schon im Kindergarten die Abrüstung des Schlachtrufs "Meins!" Schwierigkeiten mache. Wichtig für Gutes tun bleibe das gemeinschaftliche Herangehen. Die V-Formation der Wildgänse, die das Festprogramm ziert, mache deutlich: man kommt so "um 70 Prozent leichter" zum Ziel. Von "dummer Gans" muss auch wegführen, wenn man das Geschnatter der Wildgansflieger richtig zu deuten wisse: damit ermutigen die Tiere sich gegenseitig zum Durchhalten! Ulrich Knies