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Ev. Kirche Heeren-Werve Die Anfänge der denkmalgeschützten Dorfkirche liegen im 14. Jahrhundert. Besonders auffällig sind die „Heerener Giganten“, zwei Skulpturen im Seitenschiff, die der hiesige Künstler Dietrich Worbs aus wuchtigen Baumstämmen gestaltet hat („Familie in Gottes Hand“ sowie sieben biblische Szenen in einem Stamm). Von der bewegten Geschichte der Kirche erzählen u. a. die Totenschilder der Kirchenpatrone (bis 1950 Patronatskirche der Grafen von der Recke bzw. von Plettenberg), die Kopfkonsolen als Gewölbestützen sowie das bis heute einwandfrei funktionierende Uhrwerk der Kirchturmuhr von 1910. Sehenswert sind auch die Chorraumfenster mit Motiven aus der Weihnachts-, Oster- und Pfingstgeschichten. Musikinteressierte mögen sich an der Walcker-Orgel erfreuen, die vom weltberühmten Organisten Wilhelm Middelschulte und seiner Familie 1910 gestiftet wurde.

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Archiv

15. März 2007

Sonntagabend wird für Gottesdienste attraktiver

Fazit: Positive Erfahrungen mit Gottesdiensten zu anderen Zeiten

UNNA - Ist der Sonntagabend der bessere Platz für Gottesdienste? Nicht nur die eigenständigeren Jugendgottesdienste beginnen gern zu Zeiten wie "18,12 Uhr" in der Königsborner Christuskirche. Billmerich weist inzwischen gute Erfahrungen mit seinen "Gute-Abend-Gottesdiensten" auf. Und in Massen zog am letzten Februarsonntag das Thema "Ich kriege nie genug vom Leben" um 18 Uhr über 200 Menschen in die Friedenskirche, eine Verdopplung der durchschnittlichen Kirchbesucher. Der "Sonntakt", vor einem guten Jahr mit viel Engagement begonnen, hat gute Chancen, den wöchentlichen Feiertag der Protestanten in Massen nach einer zweijährigen Probephase definitiv zu prägen. Die anstehende Presbytersitzung hat sich die zeitliche Umschichtung schon zum Thema gemacht. Pfarrer Detlef Main berichtet von einem Aha-Erlebnis beim Besuch einer Ausstellung im "Haus der Geschichte" in Bonn, wo es um die Veränderung des Sonntags im letzten Jahrhundert ging. Eine Allensbach-Umfrage und soeben auch der Zukunftskongress der evangelischen Kirchen in Wittenberg habe ergeben, dass mehr Menschen, vor allem aus den mittleren Jahrgängen, geneigt seien, sich erst in den Abendstunden auf die Kirchbänke zu begeben. Und das wird seitdem in Massen so gut angenommen, dass die halbe Stunde, die "Sonntakt" in der Regel länger dauert, keineswegs abschreckt. Für diese positive Entwicklung macht Detlef Main auch das "Bemühen um Qualität" verantwortlich. Die Leute sollten in Massen das Gefühl bekommen, "dass sie etwas verpassen, wenn sie nicht kommen".  Dafür trägt ein 25köpfiges Vorbereitungsteam Sorge, verbunden mit einem besonderen Projektchor unter Susanne Eckelsbach. Zu den markanten Abweichungen vom Vormittags-Gottesdienst gehören etwa auch Beifallsbekundungen im Kirchraum. Ob auch eine Trendwende hinsichtlich stabilerer Mitgliedzahlen erreicht werden kann, bleibt vorerst offen. 2006 standen in Massen sechs Eintritte 28 Austritten gegenüber; Todesfälle rangierten mit 55 deutlich vor 33 Taufen. Und radikal auf den Abend wird ohnehin nicht gesetzt: 14tägig trifft sich mittwochs um 7.30 Uhr eine "Guten-Morgen-Kirche". Ulrich Knies