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Die Kirche wurde ab 1230 als Klosterkirche eines Zisterzienserinnenklosters gebaut. Sie war von Anfang an mit dem märkischen Grafengeschlecht von Altena verbunden und wurde als Grabeskirche genutzt. Das Kirchenschiff selber wurde damals vom „normalen“ Volk genutzt. Der Bereich unter der Empore wurde lange als eine Art Krypta ausgewiesen. Hier fanden z.B. einige Grafen von der Mark, aber auch Äbtissinnen ihre letzte Ruhestätte (z.B. Graf Otto – 1262, Graf Engelbert – 1391). Nach gut 200 Jahren Klostertätigkeit wurden die Klosterregeln allmählich aufgegeben. Die Einrichtung wurde zu einer Versorgungsstätte für Töchter des südwestfälischen Hochadels. Der Marienaltar im Seitenschiff der Stiftskirche ist in seiner Bedeutung nicht hoch genug einzuschätzen. Er ist um 1400 entstanden und wird Konrad von Soest zugeschrieben. Er erzählt einen Marienzyklus und setzt damit kirchliche Legendenbildung und biblisches Material in Farbe um. Der Reichsadler auf dem Altar mit den Initialen FR für Friedericus Rex (Preußenkönig Friedrich) erinnert an die Fürsorgeflicht Preußens gegenüber der Stiftskirche seit der Säkularisation von 1803. Die Kirche gehört bis heute dem Land Nordrhein-Westfalen in der preußischen Rechtsnachfolge.

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Archiv

18. März 2007

18.3.: Paul Gerhardt-Geburtstag in Unna

Am 18.3., sechs Tage nach dem 400-jährigen Geburtstag Paul Gerhardts, wird in Unna an den großen evangelischen Liederdichter erinnert.
Um 10 Uhr wird Pfarrerin Gudrun Mawick in der Königsborner Paul-Gerhardt-Kirche gemeinsam mit Chorleiter Günter Kohlmay, dem Paul-Gerhardt-Chor und Organist Johannes Schäfer einen Gottesdienst zu diesem Jubiläum gestalten. Zahlreiche Paul-Gerhardt-Lieder werden von der Gemeinde und dem Chor gesungen, auch wird es eine Liedpredigt geben.
Am Nachmittag hält unter dem Titel "Du meine Seele singe" Pfr.i.R. Rudolf Gundlach um 17 Uhr in der Stadtkirche einen Vortrag zu Leben und Werk des Theologen und Liederdichters. Die musikalische Gestaltung liegt in den Händen von Reiner Bömcke. Viele der bekanntesten Gesangbuchlieder stammen aus der Feder Paul Gerhardts, darunter "Geh aus, mein Herz und suche Freud", "Nun ruhen alle Wälder" oder "Die güldne Sonne".
Der Dichter lebte zur Zeit des 30-jährigen Krieges, doch etliche seiner 139 Lieder werden nach wie vor gerne gesungen. In ganz Deutschland wird in der evangelischen Kirche Paul Gerhardts gedacht, auch eine Sonderbriefmarke mit dem Konterfei des Dichters ist erschienen.
Weitere Informationen unter www.paul-gerhardt-jahr.de