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Die Kirche wurde nach Grundsteinlegung am 28. Juni 1953 und tatkräftiger Mithilfe während der Bauzeit am 1. Advent 1955 eingeweiht. Im Jahr 2013 wurde eine durch einen Raumteiler geschützte Gedenkkapelle eingerichtet und ein Durchgang zum Gemeindehaus errichtet. An der Wand neben dem Altarraum zeigt ein Putzschnitt den „Sinkenden Petrus“. Die Orgel ist eine Steinmann-Orgel von 1978 . Drei Glocken rufen die Gemeinde zum Gebet und Gottesdienst. Sie tragen die Aufschriften: „Er ist unser Friede“, „Land, Land, Land höre des Herrn Wort!“ und „Ehre sein Gott in der Höhe“ .

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12. Januar 2007

Plattdeutsche Mundart erreicht Menschen in besonderer Weise

Opherdicke "Plattdütscher Guoddesdenst füör alle Chrissen"  

 OPHERDICKE - "Plattdütscher Guoddesdenst füör alle Chrissen un Frönne van dä olle Sproake in dä evangelische Kiärke von Ophei-eke" - alles klar? Jedenfalls für genügend Interessierte aus dem weiteren Umfeld von Opherdicke, die am Sonntag das evangelische Gotteshaus füllten. Nachweihnachtlich "Alle Jahre wieder", nun schon zum fünften Male, lässt der "Dorpdisch Fi kürt platt" jedes Lied und Gebet und jede Lesung auf plattdeutsch gestalten. Und damit es die Laien des Plattdeutschen nicht allzu schwer haben, ist die Predigt in ein dreiköpfiges Rollen-Spiel aufgeteilt. Den Rest erleichtert ein Textblatt. Die beiden Pastoren - neben Christian Bald ist, weil in Opherdicke so vieles ökumenisch abläuft, auch der katholische Kollege mit von der Mundart-Partie - steuern, obwohl nicht "opherdickisch" aufgewachsen, gekonnt auch ein Sätzchen im alten Sprachstil bei. Friedrich Schmidt, pensionierter Iserlohner Mathe-Lehrer und langjähriger Presbyter, ist eine der Säulen des linguistischen Unternehmens. Mit seinem Bruder Helmut, der den Gottesdienst mitgestaltete, hat er das Plattdeutsche von Kindesbeinen an pflegen können. Schmidt: "Plattdeutschen Gottesdienst betrachte ich nicht nur als folkloristische Abwechslung. Ich bin sicher, dass diese Sprachweise die Herzen der Menschen in besonderer Form und Intensität ansprechbar macht" - und deshalb gehen die Mitstreiter vom "Dorpdisch" um die Jahreswende gern ins Gotteshaus. "Mutter" des "Dorpdisch" ist Doris Haumann. Sie versammelte vor einem halben Dutzend Jahren die ersten vier Interessenten, und seitdem ist die Runde auf 20 Mundartler angewachsen. Jeden ersten Dienstag im Monat ist um 19.30 Uhr Treffpunkt in den Schlossstuben nebenan. Derzeit arbeitet man, wenn die Orts-Neuigkeiten auf plattdütsch ausgetauscht sind, an der "Übersetzung" der Geschichte vom "Nachweihnachtsengel", die der ostdeutsche Autor und ehemalige Chemnitzer Studentenpfarrer Dietrich Mendt, Satiren-Liebhabern wohlbekannt, verfasst hat. Knies