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Stadtkirche Unna: Von welcher Seite man sich der Kreisstadt Unna auch nähert, immer hat man einen Blick auf das prägende Wahrzeichen der Stadt Unna - die Ev. Stadtkirche. Eine Kirche mitten in der Stadt, gleich neben dem Alten Markt. Eine gotische Hallenkirche von schlichter Schönheit und Eleganz. Das dreijochige Langhaus wurde vermutlich nach 1322 errichtet, der Chor nach Weiheinschrift 1389 begonnen und 1396 vollendet. Der mächtige Westturm, der in das Mittelschiff einbezogen ist und in Mauerstärke aus der Westfront hervortritt, wurde 1407 bis 1467 erbaut. Der Turmhelm wurde mehrfach zerstört, er erhielt seine jetzige Gestalt 1863. Seit 2018 ist die Kirche hinter einem Gerüst verborgen: aufwendige Renovierungen machen dies nötig.

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30. Oktober 2006

"Gemeinsam kümmern, dass der Friede erhalten bleibt" - Empfang zur Visitation

Zu einem Empfang im Rahmen der diesjährigen Visitation hatte der Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises Unna am 20. Oktober in die Harkortschule eingeladen. VertreterInnen aus den beiden Königsborner Gemeinden, die in diesem Jahr im Mittelpunkt stehen, VisitatorInnen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens trafen sich zu Grußworten und Gesprächen. Bewirtet wurden die nahezu 100 Personen vom "Café Klatsch", das von SchülerInnen und LehrerInnen betrieben wird. Die Moderation des Empfangs lag in den Händen von Synodalassessor Hans-Martin Böcker, musikalisch umrahmt wurde er von Saxophonist Stephan Olfers. Superintendentin Annette Muhr-Nelson unterstrich in ihrem geistlichen Wort angesichts der wachsenden Armut die Ergänzung von Worten und Taten in der biblischen Geschichte von Maria und Martha. Darin widmet sich die eine der beiden Schwestern ganz den Worten Jesu, die andere ganz den erforderlichen Haushaltsarbeiten. "Wir brauchen in Königsborn beides: Marta-Häuser und Maria-Orte. Es tut gut, zu erleben, wie in diesem Stadtteil viele Institutionen sich darum kümmern, dass der soziale Friede erhalten bleibt", stellte die leitende Geistliche des Kirchenkreises heraus. Die Bemühungen darum veranschaulichte Hausherr Günter Michel, Direktor der Harkortschule und gleichzeitig Vorsitzender des Netzwerkes Königsborn. Sein Blick auf Geschichte und Aufgaben der Harkortschule ließ deutlich werden, wie sehr das "Anliegen, Kindern Chancen zu eröffnen" die Arbeit dort prägt. Einen besonderen Blick auf Kinder und Jugendliche richten auch die vielfältigen Aktionen des Netzwerkes Königsborn, das Michel ebenfalls vorstellte. Auch schrieb er der Kirche Kritisches ins Stammbuch: "Ist es der richtige Weg, Jugendmitarbeiter abzubauen?" Werner Kolter machte sich in diesem Zusammenhang für die Priorität von steuerfinanzierten sozialen Projekten stark: "Wer eine Steuersenkungspolitik will, nimmt in Kauf, dass Kommunen und Kirchen weniger Geld für gemeinnützige Arbeit haben." Seine Bitte an Kirche und BürgerInnen lautete: "Mischen Sie sich in diese Zusammenhänge ein!" Ein anderer Appell an die Kirche war ebenfalls wörtlich zu verstehen: "Lassen Sie die Kirche im Dorf!" Nur so sei diakonische Arbeit vor Ort erfahrbar. Pastoralreferentin Jenny Wischermann vom katholischen Pastoralverbund Unna ermutigte die beiden Königsborner Gemeinden sich auf den gemeinsamen Weg in die Zukunft zu begeben. Sie verwies auf positive Erfahrungen des katholischen Gemeindeverbundes im Blick auf gemeindeübergreifende Wallfahrten und Jugendgottesdienste. "So ein Prozess hat Sternstunden und Durststrecken", berichtete Wischermann von den katholischen Erfahrungen. Im Blick auf Königsborn lobte sie die sehr gute Ökumene vor Ort. Superintendentin Muhr-Nelson bedankte sich bei allen Gästen und skizzierte ein Problem, das Politik und Kirche verbindet: "Es ist schwierig, mit dem Tischtuch, das immer kleiner wird, den ganzen Tisch zu bedecken. Aber wir wollen uns weiterhin gemeinsam für Königsborn einsetzen."gm