Kirchenkreis Unna

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Andacht November 2009

"Wenn Jesus - und das ist unser Glaube - gestorben und auferstanden ist, dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen."
Die Bibel, 1. Thessalonicher 4,14

Ich stelle mir vor, dass ich die Botschaft unseres Monatsspruches bei jeder Beerdigung, bei allen seelsorgerlichen Gesprächen und auch sonst in allen Lebenszusammenhängen an die Menschen verständlich weitergebe. Ich glaube, mein Dasein als Christ hätte sich gelohnt.
Sagt dieses Wort nichts anderes als dies: Wir werden unsere Toten wieder sehen. Wir alle, Lebende und Tote, werden uns eines Tages wieder sehen. Bei Gott wird alles gut aufgehoben sein.

Es stellen sich mir Fragen: Wie wird mein Leben nach dem Tod aussehen? Wo wird der Ort der ewigen Herrlichkeit Gottes sein? Gibt es eine Hölle, wo alle die "Bösen" hinkommen? Gibt es ein ewiges Feuer, eine ewige Strafe?
Viele Bilder steigen in mir auf. Ich glaube, wir müssen uns von all diesen Bildern lösen. Das sind Bilder, die geschichtlich geprägt sind. Ich möchte mich von diesen Bildern lösen und eine Hoffnung für mich festhalten: Der Tod, so endgültig er für mich aussieht, ist in Gottes Augen nur ein Moment der Verwandlung. Die Toten sind bei Gott, aufgenommen von Gott für ewig.

Wir müssen den Zustand bei Gott nicht zwanghaft in Bilder pressen. Viel wichtiger ist es, an diese Hoffnung zu glauben, ja, daran festzuhalten. Mit diesem Glauben verändert sich nämlich schon unser Dasein, im Jetzt und Hier. Diese Hoffnung verändert all mein Tun und Reden schon heute. Diese Hoffnung will gerade nicht auf ein Jenseits vertrösten, sondern lässt mich schon jetzt anderes leben. Das Leben wird schöner und ruhiger mit dieser Hoffnung. Wenn ich weiß, dass ich von Gott gewollt bin, heute lebe und auch nach dem irdischen Leben gewollt bei IHM weiterlebe.
Ich erlebe jeden Tag als Geschenk. Menschen und alles um mich herum sind Wohltaten Gottes. Zwar bin ich nicht immer zufrieden damit. Aber ich beschreite den Weg. Alles um mich herum sind zeitliche Gaben an mich.
So erhält mein Leben einen Sinn. Die Geborgenheit bei Gott hört niemals auf. Dass ich dies als Christ weiterlebe, das wünsche ich mir, Ihnen und allen Menschen. 

Ihr Pfarrer Klaus-Dieter Suk, Evangelische Kirchengemeinde Kamen