Kirchenkreis Unna

Termine

7.02. Stentrop: Theologie der Psalmen

Theologische Gespräche mit Prof. Dr. Klara Butting - Die Psalmen spielen in der Bibel eine zentrale Rolle. Als Gebetsbuc

5.02. Kamen-Methler - Gib deiner Kirche deine Stimme

Gottesdienst zur Presbyteriumswahl  in Kamen-MethlerAnläßlich der Presbyteriumswahl in Methler gestalten Frauenchor


alle Termine

Andacht Januar 2007

Plakat zum Jahresthema
Plakat zum Jahresthema

Datum: 02-01-07

Andacht

"Du meine Seele, singe..." - so beginnt ein beliebtes Lied aus dem Gesangbuch. Doch das Singen ist selten geworden. Wir lassen lieber musizieren, mit CD-Playern und anderen Geräten. Früher war das anders, als es diese Apparate noch nicht gab und man mit eigenen Kräften für Musik sorgte. Gesungen wurde fast überall: bei der Feldarbeit, beim Zurücklegen längerer Wegstrecken (immer zu Fuß!), oder abends. Denn noch bei wenig Licht ist es möglich zu singen - am besten auswendig. Und auch bei allen Arten von festlichen Anlässen erklangen Lieder. 

Es ist sagenhaft, wie viele Lieder meine Großmutter im Kopf hatte, da kann ich nicht mithalten. Natürlich war früher nicht alles besser, aber das Singen können wir uns heute auch wieder gönnen. Singen fördert die Durchblutung und setzt Glückshormone frei. Auch Ungeübte werden merken, dass es leichter fällt und Spaß macht, wenn sie regelmäßig singen. Denn die Lust am Singen ist Übungssache. Und Hemmungen wie: "Ich traue mich nicht" oder "Ich kann doch gar nicht singen..." können überwunden werden. 

Die Kirche ist eine der wenigen Institutionen, in der noch regelmäßig gesungen wird. Nicht nur in Gottesdiensten, sondern auch in Gruppen, vor und nach Sitzungen, in Kindergärten.
Denn der gemeinsame Gesang tut  allen gut und setzt einen gemeinsamen Anfang. Aber er ist auch ein Auftrag: "Singet dem Herrn" heißt es an vielen Stellen in der Bibel. Das Singen ist eine Weise Gott zu loben. Nirgendwo steht hingegen in der Bibel, dass Gott einen besonders schönen oder rein intonierten Gesang erwartet. Aber von innen heraus soll er kommen. Mit "Du meine Seele, singe..." hat es der Liederdichter Paul Gerhardt gut beschrieben. 

So wollen wir im Kirchenkreis Unna in diesem Jahr den Blick besonders auf den schönen Kirchenschatz des Singens richten. Das Jahresthema heißt "Du meine Seele singe - Jahr des Liedes 2007 im Kirchenkreis Unna". Für jeden Monat ist jeweils ein Lied von Paul Gerhardt vorgeschlagen, dessen Geburtstag sich 2007 zum 400. Male jährt. Aber auch der Gesang der Gegenwart soll erklingen. So gibt es ebenfalls für jeden Monat einen Vorschlag für ein neues Lied. Denn an mehreren Stellen in der Bibel steht: "Singet dem Herrn ein neues Lied..."   

Neue Lieder sind ein Zeichen dafür, dass wir uns immer wieder neu mit Gott auseinandersetzen. Und ihn auf neue Weise loben. Mit den Möglichkeiten und Themen unserer Zeit. Dabei geht es um mehr als eine neu erfundene Melodie oder ein jüngst verfasstes Gedicht. Im Mittelpunkt steht dabei, dass nicht fortwährend das "alte Lied" erklingt, dass es nicht immer so weiter geht wie gewohnt. Wenn in der Bibel von einem "neuen Lied" die Rede ist, dann kommt der Anbruch einer neuen und heilvollen Zeit in den Blick und wird jetzt schon besungen. Ein neues Lied zeigt das Vertrauen auf die von Gott verheißene Veränderung der Verhältnisse. Es bringt das Vertrauen auf Gottes Zuverlässigkeit und die Erwartung des ganz Neuen mit und in Gott zum Ausdruck.  

Dabei werden durch neue Lieder die alten Lieder nicht ungültig. Aber das Lob Gottes wird fortgeschrieben. Und so wünsche ich uns, dass wir im neuen Jahr aus ganzer Seele singen, Gott mit alten und neuen Liedern loben und die lebensstärkenden Kräfte des gemeinsamen Singens spüren! 

Ein gutes und gesegnetes Jahr 2007 wünscht Ihnen
Ihre Gudrun Mawick, Pfarrerin im Öffentlichkeitsreferat des Kirchenkreises Unna

 

 

 

Informationen und Materialien zum Paul-Gerhardt-Jahr 2007  finden Sie unter: www.paul-gerhardt-jahr.de

Eine Andacht zur Jahreslosung 2007: Gott spricht: Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr's denn nicht? (Jesaja 43,19a) finden Sie unter: http://www.ekvw.de/Nachrichten.153+M57a3b9b3b36.0.html