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Im Haus der Kirche in der Mozartstrasse in Unna finden sich die Verwaltung, die Referate sowie die Suptur des Kirchenkreises. Das rote Backsteinhaus ist zudem Treffpunkt für Kreise und Gruppen sowie Tagungshaus und Veranstaltungsort.

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14. Juni 2024

Visionen für zukünftige Kirche

Superintendent Dr. Karsten Schneider (stehend Bildmitte) im Gespräch mit den Synodalen während der Projektarbeit zur Regionalisierung.

Kreissynode des Ev. Kirchenkreises Unna tagte in der Erich-Göpfert-Stadthalle Unna

Mit einem Vorabend in der Ev. Stadtkirche Unna mit Gottesdienst, Diensteinführungen und Verabschiedungen begann die Kreissynode des Ev. Kirchenkreises Unna. Die eigentliche Tagung fand dann am Tag darauf in der Erich-Göpfert-Stadthalle statt. Dort kamen die Synodalen u.a. für die anstehenden Wahlen und Berichte zusammen. Als Mitglieder der Landessynode wurden Pfarrer Jochen Müller, Annegret Hoffmann und Andreas Josefowitz gewählt.

Für viele war es die erste Teilnahme an einer Synode, wurden sie im Frühjahr doch erst ins Presbyterium ihrer Gemeinde gewählt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung ging es schließlich um die Zukunft der Evangelischen Kirche, so beschäftigten sich die Synodalen mit dem Thema Veränderungsprozesse in der Kirche. 

Der Einstieg ins Thema erfolgte mit einem Vortrag von Prof. Dr. Uta Pohl-Patalong (Professorin für praktische Theologie und Religionspädagogik an der Universität Kiel). Sie hat sich ausführlich mit der zukünftigen Kirche beschäftigt und stellte auf der Synode ihre Visionen von Kirche im Jahr 2049 vor. Denn man müsse jetzt darüber nachdenken, wie das kirchliche Leben mit weniger Geld und weniger Personal weitergeführt werden kann, denn mittelfristig muss Kirche mit der Hälfte der Hauptamtlichen leben. In ihrer Vision von 2049 gäbe es ein Netz von kirchlichen Orten, die für ganz unterschiedliche Gruppen ausgerichtet seien. Sie denke da beispielsweise an Jugendkirchen, Konzertkirchen oder diakonische Zentren. Jeder kirchliche Ort müsse dabei so attraktiv sein, dass man die Anreise dorthin nicht scheue. „Kirchengemeinden haben in 25 Jahren aufgehört alles anzubieten, sondern jeder Ort leiste einen bestimmten, begrenzten Beitrag zum kirchlichen Leben“, beschreibt Pohl-Patalong ihre Vision. Und Kirche werde dadurch zum Bestandteil des öffentlichen Lebens, ist sie überzeugt.
Superintendent Dr. Karsten Schneider nannte in seinem Bericht die Veränderungen als eine Herausforderung und Chance zugleich. „Erfreulich ist, dass viele Gemeinden den Wandel aktiv gestalten und dabei Qualität vor Quantität setzen.“ Vielerorts gäbe es inzwischen spannende und vielversprechende Neuentwicklungen, nannte er zahlreiche Beispiele aus den vier Regionen (Bergkamen, Kamen, Unna, Fröndenberg & Holzwickede) des Kirchenkreises Unna. „Lasst uns weiterhin Kirche bauen“, ermutigte er die Synodalen den Transformationsprozess positiv zu gestalten. Man müsse auch als Gemeinschaft denken und nicht in Gemeinden, führte Superintendentin Kerstin Goldbeck vom Ev. Kirchenkreis Hamm in ihrem Grußwort aus. Auch der Kirchenkreis Hamm beschäftigt sich seit einem Jahr mit dem Transformationsprozess. „Lassen sie uns mehr gemeinsam machen“, regte sie zu mehr Kooperationen an.

Nach der Mittagspause wurde es dann ganz praktisch, denn an acht Tischen wurden in Gruppenarbeit Ideen und Visionen für ein zukünftiges kirchliches Engagement entwickelt. Mit Buntstiften, Lego, Knete und Moosgummi ging es erst einmal daran, die jeweilige Region zu erfassen: was kenne ich, was weiß ich und schließlich, welche konkreten Ideen habe ich. Die Ergebnisse wurden auf Stellwänden fixiert und gehen jetzt zur weiteren Ausarbeitung in die jeweiligen Regionen. Superintendent Dr. Karsten Schneider betonte, dass dies ein offener Prozess sei, nichts sei vorgeschrieben. „Doch wir müssen Visionen für die nächsten 20 bis 30 Jahre haben.“ 

Am Vorabend fand der Eröffnungsgottesdienst mit einem Empfang in der Ev. Stadtkirche Unna statt. Dort wurde Hannelore Höft als Kreiskantorin verabschiedet. In ihr Amt eingeführt wurden Janina Scherlich und Michael Klimziak (OGS-Geschäftsführung), Tanja Müller (Präventionsfachkraft) und Sebastian Richter (synodaler Jugendreferent). 

sd