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Paul-Gerhardt-Kirche Bereits im Jahr 1964 war der Wunsch nach einer eigenen Kirche groß, ein Kirchbauverein sammelte fleißig und in der ersten Sitzung des Presbyteriums dieser Gemeinde wird beschlossen, eine eigene Kirche zu bauen: Im Herbst 1968 kamen die ersten Bagger, am 26.4.1970 wurde Kirchweihfest gefeiert. Die Kirche wurde auch als Garnisonskirche für die nahe liegende Glück-auf-Kaserne erbaut. Im Kirchenraum fällt zuerst der komplett aus Sandstein gefertigte Innenraum auf. Der Architekt Werner Johannsen hat einen quadratischen Grundriss gewählt. Eingangsportal, Kreuz, Altar und Taufbecken wurden von dem Bildhauer Heinz Heiber aus Nürnberg gestaltet. Besonderer Blickfang ist hier das Kreuz, dass mit 4 Metern Höhe zentraler Ort in Chorraum ist. Beleuchtet wird die Kirche durch die Kirchenfenster vom Bremer Glasmaler Heinz Lilienthal. In jede Himmelsrichtung ist ein großes Fenster vom Boden bis zum Dach, so dass zu jeder Tageszeit Sonnenlicht in bunten Farben in die Kirche fällt.

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27. März 2018

Manchmal ist es federleicht

Die Autorin, Journalistin und Moderatorin Christine Westermann liest am 4. September auf der Kamener Kanzel

Christine Westermann auf Kamener Kanzel

Nächster Gast auf der Kamener Kanzel wird im September die Moderatorin und Autorin Christine Westermann sein. Sie folgte der Einladung der Ev. Kirchengemeinde Kamen und des Ev. Kirchenkreis Unna für eine Lesung aus ihrem neuen Buch "Manchmal ist es federleicht – von großen und kleinen Abschieden". Westermann wird am 4. September um 19 Uhr in der Pauluskirche in Kamen lesen und erzählen, was sie rund um das Abschiednehmen beschäftigt.

Anlass für das Buch war die letzte Sendung der langjährig erfolgreichen WDR-Sendung "Zimmer frei". "Zur letzten Sendung komme ich nicht", hatte sie zwei Jahre vor dem Ende von "Zimmer frei" scherzhaft gesagt. "Die Furcht vor diesem Abschied war gewaltig, die Sorge, vor einem Millionenpublikum möglicherweise in Tränen auszubrechen, unkontrolliert zu schluchzen.", so Westermann. Als sie im September 2016 tatsächlich die letzte "Zimmer frei"-Sendung machte, sei es nach 20 Jahren ein überraschend fröhlicher, ein federleichter, Abschied geworden.

Ein federleichter Abschied

Dies hat sie bewogen, weiter zu suchen. Zu suchen nach Momenten, in denen Abschiednehmen auch leicht sein kann und es hat ihren Umgang mit dem Thema Abschied verändert. So entdeckte sie, dass beim Abschiednehmen die Angst vor Verlust zwar dazugehört, sie aber im besten Fall auch immer gepaart ist mit dem Mut, sich auf etwas Neues einzulassen. Davon schreibt sie in ihrem Buch und liest auf der Kamener Kanzel vor.

Passendes Thema für Kamener Kanzel

Christian Ring, Presbyter aus Kamen und Mitorganisator der Reihe, ist sich sicher, dass dieses Thema gerade auch in eine Kirche passt: „Wir als Kirche begleiten Menschen durch das Leben, da gehören auch die Abschiede dazu. Von Erfahrungen im Umgang damit, können wir eigentlich nur lernen.“ Die Kamener Kanzel ist seit Jahren Ort und Veranstaltungsform für Lesungen oder Vorträge. Vorige Gäste waren u.a. Dunja Hayali, Hellmuth Karrasek oder Dietrich Grönemeyer. Der Vorverkauf für Karten wird im Juli beginnen.

Christine Westermann, Jahrgang 1948, ist als Journalistin seit über vierzig Jahren tätig, anfangs für das ZDF, später für NDR, SWF3 oder Deutsche Welle. Ab 1983 war sie im WDR-Fernsehen in der Aktuellen Stunde zu sehen, später moderierte sie auf WDR 2 und im Jahr 1996 begann die Sendung „Zimmer frei“. Mittlerweile hat die Literaturliebhaberin und Buchkritikerin selbst mehrere Bücher veröffentlicht. Sie gewann so bedeutende Preise wie den Deutschen Radiopreis oder den Deutschen Reporterpreis.

ds