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Die Auferstehungskirche Weddinghofen wurde 1954 erbaut, zunächst als Kirche eines Bezirkes der Kirchengemeinde Methler. Seit 1971 gehört Weddingofen zur Friedenskirchengemeinde Bergkamen. Der Kirchbau erinnert in seiner Form an ein Ei. Der damalige Superintenden und Altpräses Alfred Buß schriebt in de Festschrift zum 50jährigen Bestehen der Kirche: „Mit dem Ei als Symbol der Auferstehung wird die nicht leicht verstehbare Osterbotschaft, die der Kirche den Namen gegeben hat, schon Kindern einsichtig. Diese die tödlichen Grenzen des Lebens sprengende Botschaft ist in Weddinghofen seit 50 Jahren in Stein und Glas gesetzt.“ Innen findet sich ein Taufstein von Carl-Ernst Kürten, eine Raupach-Orgel und ein Chorfenster "Das himmlischen Jerusalem" von Heinz Lilienthal. Eine Barbara aus Kohle für die Barbarafeiern sowie das Kreuz der Benediktinerabtei aus Meschede erinnern bis heute an die Bergbautradition des Ortes.

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07. Juni 2024

Leidenschaftlich Menschen in Krisen begleitet

Gefängnisseelsorger Hartmut Louis wurde in der JVA Hamm in den Ruhestand verabschiedet.

Gefängnisseelsorger Hartmut Louis verabschiedet sich in den Ruhestand

„Die Seelsorge – an unterschiedlichen Orten wie Altenheim, Krankenhaus, Gemeinde und Gefängnis – war für mich immer die wichtigste Herausforderung, die ich leidenschaftlich verfolgt habe“, betont Pfarrer Hartmut Louis, der am 7. Juni in der JVA Hamm als Gefängnisseelsorger in den Ruhestand verabschiedet wurde. Geboren 1960 in Duisburg, engagierte er sich nach seiner Konfirmation in der Ev. Kirchengemeinde Duisburg-Buchholz. Mit seiner Frau und Tochter lebt er heute in Wuppertal.

Als Pfarrer hat er viele Menschen in existentiellen Krisensituationen – teilweise über Jahre – begleitet. „In Krisen, die das ganze Leben, auch die Beziehung zu Gott und dem Glauben, in Frage stellt. Dass sich so viele Menschen im Laufe der Zeit sich mir als Seelsorger vertrauensvoll geöffnet haben – dafür bin ich unendlich dankbar“, blickt Louis zurück.

Sein Dienst begann in der Ev. Kirchengemeinde Leichlingen, wo er im Entsendungsdienst (1994-1998) in der Erwachsenenbildung und Altenseelsorge tätig war. Anschließend arbeitete er zwei Jahre in der Ev. Kirchengemeinde Neuss-Süd, bevor er 2000 Krankenhausseelsorger wurde, zunächst an der Uniklinik Düsseldorf (2000-2003), dann im Krankenhaus Düsseldorf-Benrath (2003-2006) und schließlich an der Uniklinik Köln (2006-2009). Dann wechselte er zur Gefängnisseelsorge, von 2009 bis 2011 in der JVA Rheinbach und kam anschließend in den Ev. Kirchenkreis Hamm und in den Ev. Kirchenkreis Unna. Hier übernahm er 2012 die Gefängnisseelsorge in der JVA Hamm und im Justizvollzugskrankenhaus Fröndenberg.

Die Gefängnisseelsorge hat Hartmut Louis schon früh beeindruckt. Noch vor seinem Vikariat absolvierte er ein halbjähriges Praktikum in der Gefängnisseelsorge in der JVA Wuppertal-Vohwinkel. „Dieses hat mich so fasziniert, dass ich während des Vikariats und Hilfsdienstes in Duisburg weiterhin ehrenamtlich in der Gefängnisseelsorge tätig war“, berichtet Louis. Sein Studium absolvierte er zuvor in Münster, Heidelberg und Wuppertal (1980-1990). Nach dem 1. Examen und dem Praktikum folgte das Vikariat von 1990 bis 1992 in der Ev. Kirchengemeinde Duisburg-Obermeiderich. Dort blieb er im Hilfsdienst auch nach dem 2. Examen. Zusätzlich hatte er eine 50-prozentige Vertretung in der Altenheimseelsorge im Christophoruswerk.

Jetzt freut sich Hartmut Louis darauf, „in Zukunft sehr spontan zum Reisen und zum Wandern aufbrechen zu können“. Denn jede Form von Bewegung ist für den Pfarrer eine Möglichkeit des Ausgleichs und der Entspannung. Dazu gehöre auch die Vorbereitung auf den jährlichen Marathon. „Vielleicht werde ich mich irgendwann ehrenamtlich in der Straffälligenhilfe engagieren oder Vertretungsgottesdienste in der JVA Wuppertal übernehmen“, beschreibt Hartmut Louis seinen zukünftigen Lebensabschnitt.

sd