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Die Johanneskirche in Frömern ist eine der ältesten Kirchen im Kirchenkreis: der Westturm stammt noch vom ersten nachweisbaren Kirchenbau aus romanischer Zeit (12. Jahrhundert). Um die Mitte des 13. Jahrhunderts erhielt die Turmhalle eine 60 cm starke Kuppel mit längsrechteckigem Grundriß. Bei der ursprünglichen romanischen Kirche handelte es sich um einen einschiffigen, zweijochigen Saalbau (7,88 x 12,76 Meter) mit halbrunder Apsis, wie man bei Grabungen während des Neubaus im 19. Jahrhundert feststellte. Die erhöht liegende Kirche war von einem Friedhof umgeben, der 1682 eine umlaufende Mauer besaß. Die Mauer und die meisten Grabsteine sind heute entfernt. Das Turmportal wurde 1876 beim Neubau vollständig erneuert. Nach dem Turmbrand 1761 bei der Schlacht von Vellinghausen wurde ein neuer spitzer 25,50 m hoher Turmhelm errichtet und die zwei über Eck gestellten Strebepfeiler hinzugefügt.

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20. September 2019

Erfahrungen sammeln auf der Geburtsstation

Die Zwillinge sind einen Tag alt, bei ihrer Geburt bekam Selestine Bunyuku aus Tansania einen Einblick in die Geburtshilfe im Katharinenhospital Unna.

Tansanische Hebamme zum Praktikum im Katharinenhospital – Benefizkonzert in Frömern

Eine Frau während der Geburt eines Babys zu begleiten ist für Selestine Bunyuku nichts Neues. Sie arbeitet als Hebamme in Dar es Salaam, Tansania. Sie gehört zum Team einer im Aufbau befindlichen Geburtsstation und ist zurzeit für zwei Wochen zu Gast in Unna. Bunyuku macht ein Praktikum auf der Geburtsstation im Katharinenhospital Unna, begleitet ambulante Vor- und Nachsorge und nimmt an einem internationalen Still-Kongress in Berlin teil.

Seit drei Jahren besteht eine Partnerschaft zwischen dem Evangelischen Kirchenkreis und der Geburtsstation Mtoni. Bei dem letzten Delegationsbesuch dort war es insbesondere die Hebamme Anja Wulf, die sich für die Entwicklung der Station interessierte und engagierte. Es folgten Lieferungen von medizinischem Gerät und Seminare für die Mitarbeitenden vor Ort. Jetzt sammelt sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Michaela Pfeiffer, die zwischenzeitlich in das Projekt eingestiegen ist, für die Unterstützung der werdenden Mütter. Diese müssen die Materialien für die Geburt selbst mitbringen, eine für viele Frauen unüberwindbare Hürde. Nun hat Wulf Gelegenheit, ihrer Kollegin vieles zu zeigen: „Neben der materiellen Hilfe ist uns die Ausbildung des Personals besonders wichtig. Den Umgang mit Geräten und neue Kenntnisse in der Geburtsmedizin zu erlernen, das sind wesentliche Faktoren für die zukünftige Arbeitsweise dort“, so Wulf. Am 27. Oktober wird die kreiskirchliche Kollekte in den Gottesdiensten hierfür bestimmt sein.

Eine Woche lang ist Selestine Bunyuku im Katharinenhospital. Es dauert nur zwei Tage und schon kann sie bei einer Geburt dabei sein. „Ich lerne so viel, was uns hilft, unsere Station weiter zu entwickeln. Dafür bin ich sehr dankbar“, erzählt sie von ihren Erlebnissen. Dietrich Schneider, Vorsitzender des Tansania-Arbeitskreises, ist froh über die Kooperation: „Wir bedanken uns beim Katharinenhospital, dass das hier ermöglicht hat und bei allen, die unser Projekt unterstützen.“ Begleitet wird Selestine Bunyuku von Gertrude Kavana, einem Mitglied der Partnergemeinde Frömerns in Dar es Salaam, Temeke. Sie hat mit Anja Wulf den Besuch vorbereitet und ist Ansprechpartnerin für das Projekt vor Ort.

Für die Unterstützung des Projektes Mtoni findet am Freitag, den 27. September um 20 Uhr ein Benefiz-Konzert im Spirit, dem Gemeindehaus in der Brauerstraße, in Frömern statt. Die Band “Livingroom“ spielt und der Erlös kommt der Geburtsstation zu Gute. Bei freiem Eintritt steht eine Spendenbox bereit.

Die Hebammen Anja Wulf und Selestine Bunyuku zusammen mit Gertrude Kavana mit neugeborenen Zwillingen im Kreißsaal des Katharinenhospitals.
ds