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150 Taufen an einem Tag - in drei großen Tauffesten im Kirchenkreis haben Familien die Taufe ihrer Kinder an Pfingstmontag gefeiert. Rund um den Zirkus Travados in Unna, auf Gut Opherdicke und im Naturbad in Bergkamen-Heil wurde aus den Taufen der einzelnen Kinder jeweils ein riesiges Fest. "Als Massentaufe haben wird das aber zu keinem Zeitpunkt emfunden, die Taufe selbst war sehr persönlich. Unsere Tochter hatte sich selbst dazu entschieden und wir haben das Fest in Unna dann gerne genutzt. Alle haben den Tag genossen, Kinder, Paten, und Großeltern. Und wir als Eltern natürlich auch." So schildern die Eltern von Marie Hadula aus Massen ihre Erlebnisse von der Taufe ihrer Tochter in Unna. Auf der Marktplatzbühne am westfälischen Synodenjubiläum erzählt sie von ihren positiven Erfahrungen und Erlebnissen.
Taufe - ein "Gottesgeschenk" das ist an dem Tag überall deutlich geworden: hier empfangen Menschen ein Geschenk, bei dem es ein Leben lang etwas auszupacken gilt. Wir taufen meist Kinder. Ihnen zur Seite werden Paten gestellt, die mit den Eltern beim auspacken helfen. Deren Kreativität ist gefordert, Kinder immer wieder neu in Berührung zu bringen mit diesem Geschenk: da wird aus der Kinderbibel vorgelesen, später wird das Kind zur Kinderbibelwoche begleitet, Gespräche über "Gott und die Welt" stehen in der Zeit als Jugendlicher an. So wünschen wir als Kirche uns das. Dazu ermutigen wir die Begleiter der Täuflinge.
Ob unser Wunsch sich immer erfüllt, wissen wir nicht. Für die Kinder engagieren wir uns in unserer Arbeit - selbstverständlich. Aber ein Ergebnis der vielen Tauffeste könnte ja auch sein, die Paten der Täuflinge als Zielgruppe über die Taufe nicht aus den Augen zu verlieren. Wie wäre es mit einem Anschreiben an die Paten in einem Jahr - Hinweise auf schöne Materialien oder die Einladung zu einem Treffen - Gesprächsthemen gäbe es genügend.
Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn ihnen gehört das Himmelreich - dieser Satz Jesu ist zum einen die Aufforderung an uns, Kindern Raum zu geben. Aber zum anderen eben auch der Anspruch, dass wehrende, also hindernde Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt werden sollen. Paten wollen ihr Patenkind begleiten - begleiten wir sie bei dieser wichtigen Aufgabe. Inhaltlich genauso wie menschlich, seelsorgerlich. Die Tauffeste sind hierfür ein guter Anfang.
Ihr
Dietrich Schneider
Öffentlichkeitsreferent im Kirchenkreis Unna

- Täufling, Eltern und Paten empfangen gemeinsam den Taufsegen - wie hier beim Tauffest in Unna.
Fürbitte:
Guter Gott,wir taufen unsere Kinder auf deine Verheißung hin.
Wir stellen ihnen Paten zur Seite, die ihnen auf ihren Wegen gute Begleiter sein sollen.
Schenke du den Paten Freude an ihrem Amt, Fröhlichkeit und Zugewandtheit im Umgang mit ihren Patenkindern und Ideen und Zeit, den Kindern von dir zu erzählen.
Amen
Ein Patengebet:
Lieber Gott, nun bin ich Pate.
Ein Kind wurde mir in besonderer Weise anvertraut.
Ich möchte diese Aufgabe Ernst nehmen und gut ausfüllen.
Ich möchte Wegbegleiter, Tröster, Gesprächspartner und Kamerad sein.
Ich möchte gerne helfen, dass mein Patenkind von Dir erfährt und lernt, mit dir zu leben.
Doch noch bin ich unsicher:
Wie soll ich reden?
Was soll ich ansprechen?
Was, wenn mein Patenkind damit nichts anfangen kann?
Lieber Gott, hilf du mir, ein guter Pate zu werden!
Amen
